ver.di weist Angebot der privaten Banken zurück

ver.di weist das Tarifangebot der privaten Banken zurück und kündigt ausgeweitete Warnstreiks an. Weiterverhandelt werden soll am 23. November in Berlin.

Von Herold Politik1 Min. Lesezeit

Die Gewerkschaft ver.di hat das Angebot der Arbeitgeber in der zweiten Tarifverhandlungsrunde der privaten Banken zurückgewiesen. Sie kritisiert neun Monate ohne Gehaltserhöhung und anschließend aus ihrer Sicht zu geringe Steigerungen bei einer Laufzeit von drei Jahren.

Nach dem Angebot sollen die Gehälter ab Juli 2027 um 2,2 Prozent und ab Juli 2028 um weitere 2,0 Prozent steigen. Bis zum Ende der Laufzeit im September 2029 ist keine weitere Erhöhung vorgesehen. ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck sagte, das Angebot bedeute angesichts der Preisentwicklung weitere Reallohnverluste.

Die Gewerkschaft fordert für rund 150.000 Beschäftigte sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Auszubildende und dual Studierende verlangt ver.di monatlich 300 Euro mehr sowie eine unbefristete Übernahme in Vollzeit nach der Ausbildung. Die Arbeitgeber hätten bislang kein Angebot für diese Nachwuchskräfte vorgelegt.

Ver.di fordert außerdem verbindliche Regelungen zu Beschäftigungsschutz, Personalplanung und Qualifizierung beim Einsatz Künstlicher Intelligenz. Die Arbeitgeber, die im Arbeitgeberverband AGV Banken organisiert sind, wiesen diese Forderungen bislang zurück.

Die Gewerkschaft kündigte an, die Warnstreiks in den kommenden Wochen auszuweiten. Die Verhandlungen sollen am 23. November 2026 in Berlin fortgesetzt werden. Über die Tarifrunde und ver.dis Forderungen berichteten wir bereits in unserem früheren Beitrag zu den Forderungen in der Tarifrundeexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

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