Öffentliche Artikelquelle
E-Mail an die Redaktion
Von: Herold Politik
Absender: •••@verdi.de
An: Unsere Redaktion
Betreff: Medien-Info: Tarifrunde private Banken: Arbeitgeber wollen weitere Reallohnverluste und eine überlange Laufzeit durchsetzen – ver.di weist Angebot zurück
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
[https://cache.pressmailing.net/thumbnail/bc8f5883-ffde-4810-8185-aebc8c33abde/verdi_Logo_.jpg]
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bundesverwaltung/Pressestelle
Tarifrunde private Banken: Arbeitgeber wollen weitere Reallohnverluste und eine
überlange Laufzeit durchsetzen – ver.di weist Angebot zurück
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat das Angebot der
Arbeitgeber in der zweiten Tarifverhandlungsrunde der privaten Banken als
unzureichend zurückgewiesen. ver.di kritisiert insbesondere die offerierten neun
Monate ohne jede Erhöhung (sogenannte Nullmonate) und die zu geringen
Gehaltssteigerungen im Anschluss, bei einer sehr langen Laufzeit von drei
Jahren: So sollen die Gehälter erst ab Juli 2027 um 2,2 Prozent und ab Juli 2028
um weitere 2,0 Prozent steigen. Bis zum Ende der Laufzeit im September 2029 ist
dann keine Erhöhung mehr vorgesehen.
„Angesichts der Preisentwicklung würde dies weitere Reallohnverluste für die
Beschäftigten bedeuten“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck nach dem
Verhandlungstermin am Montag (2. November 2026) in Frankfurt am Main. „Das ist
angesichts der guten Geschäftsentwicklung bei den Banken nicht akzeptabel. Die
Beschäftigten könnten sich von ihrem Gehalt immer weniger leisten – obwohl die
Anforderungen an ihre Arbeit und der Leistungsdruck ständig steigen.“
Duscheck kritisierte darüber hinaus, dass die Arbeitgeber nach wie vor kein
Angebot für Auszubildende und dual Studierende vorgelegt haben. „Das ist
besonders enttäuschend. Gerade junge Menschen mit niedrigen Einkommen spüren
steigende Mieten und Lebenshaltungskosten sehr deutlich. Wer Nachwuchs gewinnen
und halten will, darf ihn am Verhandlungstisch nicht übergehen.“
Der Gewerkschafter bekräftigte die ver.di-Forderung nach sechs Prozent mehr
Gehalt für die rund 150.000 Beschäftigten, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Nachwuchskräfte sollen monatlich 300 Euro mehr erhalten sowie nach ihrer
Ausbildung unbefristet in Vollzeit übernommen werden. Zudem setzt sich ver.di in
den Verhandlungen für verbindliche Regelungen zu Beschäftigungsschutz,
Personalplanung und Qualifizierung beim Einsatz Künstlicher Intelligenz ein –
was die Arbeitgeber, organisiert im Arbeitgeberverband AGV Banken, bislang
zurückweisen.
„Die Arbeitgeber verlangen drei Jahre Planungssicherheit für sich, verweigern
den Beschäftigten aber verbindliche Sicherheiten für ihre berufliche Zukunft.
Gerade beim Einsatz von KI brauchen die Menschen aber Schutz, Qualifizierung und
Perspektiven. Diese Fragen gehören an den Tariftisch“, erklärte Duscheck. Er
forderte die Arbeitgeber zu deutlichen Verbesserungen auf: „Wir wollen einen
tragfähigen Abschluss. Dafür müssen die Arbeitgeber mehr auf den Tisch legen.“
Angesichts des unzureichenden Angebots kündigte ver.di an, die Warnstreiks in
den kommenden Wochen auszuweiten. Die Verhandlungen werden am 23. November 2026
in Berlin fortgesetzt.
V.i.S.d.P.
Jan Thomsen
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail: •••@••• [•••@•••]https://www.verdi.de/presse
www.verdi.de/presse [https://www.verdi.de/presse]
Sollten Sie keine Pressemitteilungen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft
(ver.di) erhalten wollen, senden Sie bitte eine E-Mail an •••@•••
[•••@•••].
Sie erhalten diese E-Mail, weil Ihre E-Mail Adresse in den Empfängerkreis des
Mailings aufgenommen wurde.
[https://cache.pressmailing.net/content/f35806db-3cb4-42db-869d-f81636ad645c/pixel.png?identifier=306209780]