ver.di fordert sechs Prozent mehr Gehalt für Beschäftigte privater Banken

Vor der zweiten Tarifrunde der privaten Banken am 2. November in Frankfurt fordert ver.di ein verhandlungsfähiges Angebot und sechs Prozent mehr Gehalt.

Von Herold Politik1 Min. Lesezeit

Die zweite Tarifrunde für die Beschäftigten privater Banken findet am Montag, 2. November 2026, in Frankfurt am Main statt. Vor dem Termin fordert ver.di die Arbeitgeber auf, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Die Gewerkschaft verweist auf Warnstreiks, an denen sich seit Montag nach ihren Angaben Tausende Beschäftigte an zahlreichen Standorten beteiligt haben.

Begleitend zur Verhandlung ist ab 12 Uhr eine Kundgebung vor dem Verhandlungshotel geplant. Sie findet am Kaiserplatz beziehungsweise an der Kaiserstraße 16–19, 60311 Frankfurt am Main, am Brunnen vor dem Commerzbank Tower, statt. Das Ende ist gegen 13 Uhr vorgesehen. Verhandlungsführer Jan Duscheck steht dort für Interviews und Statements zur Verfügung.

Forderungen zu Gehalt und KI

Für rund 150.000 Beschäftigte fordert ver.di sechs Prozent mehr Gehalt sowie monatlich 300 Euro zusätzlich für Nachwuchskräfte. Die Gewerkschaft strebt eine Laufzeit von zwölf Monaten an. Die Gehaltssteigerungen sollen nach ihrer Forderung auch auf übertariflich und außertariflich bezahlte Beschäftigte übertragen werden.

Weitere Forderungen betreffen den technologischen Wandel. ver.di setzt sich für verbindliche tarifliche Regelungen zu Beschäftigungsschutz, Personalplanung und Qualifizierung beim Einsatz Künstlicher Intelligenz ein. Die Gewerkschaft weist zugleich die öffentliche Forderung des Arbeitgeberverbands AGV Banken zurück, vor einem Gehaltsangebot zunächst den Forderungskatalog zu verkleinern. Sie erklärt, über alle Themen konstruktiv verhandeln zu wollen.

Streikschwerpunkte mit Kundgebungen gab es laut ver.di unter anderem in Hannover, Schwäbisch Hall, Hamburgexterner Link, öffnet ein neues Fenster, Berlin und Münchenexterner Link, öffnet ein neues Fenster. Verhandlungsführer Jan Duscheck sagte: „Mit den Warnstreiks in den vergangenen Tagen haben die Beschäftigten deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind, sich länger hinhalten zu lassen“.

Bereits am 23. Oktober berichteten wir über ver.dis Warnstreikankündigung und die Forderungen in der Tarifrundeexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

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