Mehr Hilfe für Kita-Kinder: Damit der Schulstart leichter wird

Sprache üben, beim Spielen lernen und mit einem guten Gefühl in die Schule starten: Dafür will der Bund die Förderung in Kitas stärken. Die neuen Regeln sind noch nicht beschlossen.

Von Herold Deutschland1 Min. Lesezeit
Plenarsaal des Deutschen Bundestags. Archivbild vom 12. September 2010.

Plenarsaal des Deutschen Bundestags. Archivbild vom 12. September 2010.© Times · Deutscher Bundestag Plenarsaal Seitenansicht · CC BY-SA 3.0 · https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ · https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht.jpg · Zuschnitt 16:9; verkleinert; Bildfassung unter derselben Lizenz

Plenarsaal des Deutschen Bundestags. Archivbild vom 12. September 2010.© Times · CC BY-SA 3.0 · zugeschnitten, verkleinert · Bildinfos

Mitreden, Freunde finden, Neues lernen: Sprache hilft Kindern jeden Tag. Wenn ein Kind dabei Unterstützung braucht, soll es diese früher bekommen. Die Bundesregierung will deshalb die Förderung vor dem Schulstart ausbauen.

Der Bundestag hat die Pläne am 9. Oktober erstmals beraten und an die zuständigen Ausschüsse überwiesen. Dort wird nun weiter daran gearbeitet. Ein fertiges Gesetz ist das noch nicht.

Früh sehen, wo Hilfe nötig ist

Spätestens mit vier Jahren soll geprüft werden, wie sich ein Kind entwickelt. Dabei geht es um Sprache, Bewegung, den Umgang mit anderen und erste mathematische Fähigkeiten. Anschließend soll die Förderung zum Kind passen.

Mehr Zeit für die Kinder

Die Fachkräfte sollen zusätzliche Zeit bekommen, um Förderung zu planen und zu begleiten: 30 Minuten pro Kind und Woche. Das bedeutet nicht automatisch eine halbe Stunde Einzelunterricht für jedes Kind.

Kitas mit vielen Kindern in schwierigen Lebenslagen sollen außerdem mehr Personal erhalten. Je nach Größe sind eine halbe bis anderthalb zusätzliche Stellen geplant, etwa für Sprachförderung und Sozialarbeit. Mindestens jede zehnte Kita in jedem Bundesland soll davon profitieren.

Was ist mit Kindern, die keine Kita besuchen?

Auch sie sollen bei den Entwicklungschecks und der anschließenden Förderung berücksichtigt werden. Wie das vor Ort organisiert wird, sollen die Bundesländer regeln.

Wann könnte es losgehen?

Geplant ist ein schrittweiser Start ab 2027. Ab 2029 sollen die Regeln vollständig gelten. Vorher müssen Bundestag und Bundesrat zustimmen. Über die Finanzierung wird noch gestritten.

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Deutscher Bundestag: Erste Beratung des Kita-Gesetzentwurfs

Amtliche Tagesordnung: erste Lesung am 9. Oktober 2026, angesetzt um 11:20 Uhr; Gesetzentwurf 21/8239. Die Ankündigung ist kein Beleg für einen abschließenden Gesetzesbeschluss.

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Deutscher Bundestag: Inhalt des Startchancen-Gesetzes

Amtliche Zusammenfassung vom 29. September 2026: unterschiedliche Erhebungsverfahren der Länder, Entwicklungsfeststellung spätestens im fünften Lebensjahr, zusätzliche personelle Kapazität und mindestens zehn Prozent der Kitas je Land. Die auffälligen Geld- und Jahresangaben dieser Kurzmeldung wurden nicht als Finanzierungsbeleg verwendet.

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Tagesschau: Geplante Förderung und offenes Gesetzgebungsverfahren

Bericht vom 9. Oktober 2026, Stand 06:38 Uhr: Sprach-, motorische, sozial-emotionale und mathematische Kompetenzen; zusätzliche Förderung, bis zu 1,5 Stellen, geplanter stufenweiser Start 2027 und vollständige Umsetzung 2029. Finanzierung ist mit den Ländern umstritten; Bundesrat muss zustimmen.

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