Mehr Hilfe für Kita-Kinder: Damit der Schulstart leichter wird

Mitreden, Freunde finden, Neues lernen: Sprache hilft Kindern jeden Tag. Wenn ein Kind dabei Unterstützung braucht, soll es diese früher bekommen. Die Bundesregierung will deshalb die Förderung vor dem Schulstart ausbauen.
Der Bundestag hat die Pläne am 9. Oktober erstmals beraten und an die zuständigen Ausschüsse überwiesen. Dort wird nun weiter daran gearbeitet. Ein fertiges Gesetz ist das noch nicht.
Früh sehen, wo Hilfe nötig ist
Spätestens mit vier Jahren soll geprüft werden, wie sich ein Kind entwickelt. Dabei geht es um Sprache, Bewegung, den Umgang mit anderen und erste mathematische Fähigkeiten. Anschließend soll die Förderung zum Kind passen.
Mehr Zeit für die Kinder
Die Fachkräfte sollen zusätzliche Zeit bekommen, um Förderung zu planen und zu begleiten: 30 Minuten pro Kind und Woche. Das bedeutet nicht automatisch eine halbe Stunde Einzelunterricht für jedes Kind.
Kitas mit vielen Kindern in schwierigen Lebenslagen sollen außerdem mehr Personal erhalten. Je nach Größe sind eine halbe bis anderthalb zusätzliche Stellen geplant, etwa für Sprachförderung und Sozialarbeit. Mindestens jede zehnte Kita in jedem Bundesland soll davon profitieren.
Was ist mit Kindern, die keine Kita besuchen?
Auch sie sollen bei den Entwicklungschecks und der anschließenden Förderung berücksichtigt werden. Wie das vor Ort organisiert wird, sollen die Bundesländer regeln.
Wann könnte es losgehen?
Geplant ist ein schrittweiser Start ab 2027. Ab 2029 sollen die Regeln vollständig gelten. Vorher müssen Bundestag und Bundesrat zustimmen. Über die Finanzierung wird noch gestritten.
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