Zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis zwischen ver.di und BVDM

Zweite Verhandlungsrunde zwischen ver.di und BVDM endet ohne Ergebnis: Angebot ab 2027 bringt 2,5 % statt 7 % Forderung; nächste Runde am 7. September in Hamburg.

Von Herold Politik1 Min. Lesezeit

Die zweite Verhandlungsrunde zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Bundesverband Druck und Medien (BVDM) ist am Dienstagabend, 25. August 2026, ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Der BVDM legte nach Angaben von ver.di erstmals ein Angebot vor. Bei einer Laufzeit bis zum 31. Juli 2028 sieht es zwei Erhöhungsschritte vor: 1,6 Prozent zum 1. Januar 2027 und 0,9 Prozent zum 1. Januar 2028. Insgesamt entspräche das einer Erhöhung um 2,5 Prozent für 24 Monate.

ver.di bewertet das Angebot als unzureichend. Verhandlungsführerin Rachel Marquardt sagte dazu: „Betrachtet man die aktuellen Prognosen der Inflationsraten für den Zeitraum bis 2028, so ergibt sich bei diesem Angebot der Arbeitgeber für die Beschäftigten in den Druckbetrieben ein Reallohnverlust von rund 3 Prozent. Dass für 2026 überhaupt keine Erhöhung vorgesehen ist, ist absolut nicht hinnehmbar.“

Für die rund 95.000 Beschäftigten in der Druckindustrie stelle das Angebot „keine ernstzunehmende Verhandlungsgrundlage dar“, so Marquardt weiter. Es zeuge vielmehr von mangelnder Wertschätzung für die Arbeit der Beschäftigten in den Betrieben.

ver.di fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um sieben Prozent.

Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 7. September 2026 in Hamburg vereinbart. Die Friedenspflicht in der Druckindustrie endet am 1. September.

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