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Betreff: Medien-Info: Tarifrunde bei privaten Banken: ver.di fordert verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber – Beschäftigte erhöhen Druck vor zweitem Verhandlungstermin
Am 2. November 2026 findet die zweite Tarifrunde statt. ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
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Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bundesverwaltung/Pressestelle
Tarifrunde bei privaten Banken: ver.di fordert verhandlungsfähiges Angebot der
Arbeitgeber – Beschäftigte erhöhen Druck vor zweitem Verhandlungstermin
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erhöht in der Tarifrunde für
die Beschäftigten bei privaten Banken noch einmal den Druck und fordert die
Arbeitgeber vor dem zweiten Verhandlungstermin am Montag (2. November 2026) mit
Nachdruck auf, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. „Mit den Warnstreiks
in den vergangenen Tagen haben die Beschäftigten deutlich gemacht, dass sie
nicht bereit sind, sich länger hinhalten zu lassen“, sagte
ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck am Freitag. „Sie wollen endlich ein
verhandlungsfähiges Angebot sehen – und werden keine Reallohnverluste hinnehmen.
Die Banken machen gute Gewinne: Davon müssen auch diejenigen etwas haben, die
diesen Erfolg an jedem einzelnen Tag erarbeiten.“
Der Gewerkschafter zog eine positive Zwischenbilanz der bisherigen bundesweiten
Warnstreiks. Seit Montag haben sich Tausende Beschäftigte des privaten
Bankgewerbes an zahlreichen Standorten an Arbeitsniederlegungen beteiligt.
Streikschwerpunkte mit Kundgebungen gab es unter anderem in Hannover, Schwäbisch
Hall, Hamburg, Berlin und München. Am kommenden Montag findet auch am
Verhandlungsort in Frankfurt/Main eine Kundgebung statt.
Die Gewerkschaft weist zugleich die öffentliche Forderung des
Arbeitgeberverbands AGV Banken zurück, ver.di müsse vor einem Gehaltsangebot
zunächst den Forderungskatalog verkleinern. Verhandlungsführer Duscheck
reagierte mit Unverständnis: „Die Arbeitgeber können nicht ernsthaft erwarten,
dass wir unsere Forderungen zurückziehen, bevor sie überhaupt ein Angebot
vorlegen. Genau dafür sind Tarifverhandlungen da: Forderungen auf den Tisch
legen, Positionen austauschen, gemeinsam Lösungen finden. Wir sind bereit, über
alle Themen konstruktiv zu verhandeln. Aber wir lassen uns nicht vorschreiben,
worüber wir verhandeln dürfen“, stellte er klar.
ver.di fordert für die rund 150.000 Beschäftigten der privaten Banken sechs
Prozent mehr Gehalt und monatlich 300 Euro mehr für Nachwuchskräfte, bei einer
Laufzeit von zwölf Monaten. Die Gehaltssteigerungen sollen auch auf
übertariflich und außertariflich bezahlte Beschäftigte übertragen werden. Neben
den Gehältern geht es insbesondere um sichere berufliche Perspektiven im
technologischen Wandel: ver.di setzt sich dabei für verbindliche tarifliche
Regelungen zu Beschäftigungsschutz, Personalplanung und Qualifizierung beim
Einsatz Künstlicher Intelligenz ein.
Hinweis für die Redaktionen:
Die zweite Verhandlungsrunde findet am Montag, 2. November 2026, in Frankfurt am
Main statt. Begleitend gibt es ab 12 Uhr eine Kundgebung vor dem
Verhandlungshotel. Ort: Kaiserplatz / Kaiserstraße 16–19, 60311 Frankfurt/Main
(am Brunnen vor dem Commerzbank Tower); Ende gegen 13 Uhr.
ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck (mobil +49 160 6166687) steht am Ort für
Interviews und Statements zur Verfügung.
V.i.S.d.P.
Jan Thomsen
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011, -1012
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