ver.di fordert Rücknahme geplanter Wohngeldkürzungen

Ver.di warnt vor der geplanten Wohngeldkürzung um 45 Prozent und fordert den Verzicht auf die Reform. Mindestens 380.000 Haushalte wären betroffen.

Von Herold Politik1 Min. Lesezeit
Taschenrechner und neutrale Unterlagen auf einem Schreibtisch. KI-Symbolbild.

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Bundesregierung auf, die geplanten Kürzungen beim Wohngeld zurückzunehmen und auf die Reform zu verzichten. Anlass ist eine öffentliche Anhörung zur Wohngeld-Reform im Deutschen Bundestag am Mittwoch, 4. November 2026.

Nach den Plänen der Bundesregierung soll das Wohngeld im kommenden Jahr um 45 Prozent sinken. Die jährlichen Ausgaben von Bund und Ländern würden dadurch von 4,7 Milliarden auf 2,6 Milliarden Euro zurückgehen. Mindestens 380.000 Haushalte wären von den Kürzungen betroffen; jeder dritte Wohngeldbezieher hätte nach ver.di-Angaben dann keinen Anspruch mehr.

Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke warnte vor Folgen für Menschen mit niedrigen Einkommen, Alleinerziehende sowie Rentnerinnen und Rentner. Für viele Haushalte sei das Wohngeld entscheidend, um die Wohnung zu halten. Bei einem Wegfall drohten Armut oder im schlimmsten Fall Wohnungslosigkeit. Werneke sagte: „Nicht Wohngeld ist das Problem, sondern zu hohe Mieten“.

Die Gewerkschaft sieht zudem die Gefahr, dass Betroffene stattdessen Grundsicherung beziehen müssten und die Kosten damit auf die Kommunen verlagert würden. Als Antwort auf die Wohnkostenkrise fordert ver.di mehr bezahlbaren Wohnraum, eine wirksame Begrenzung der Mieten und Maßnahmen gegen Mietwucher.

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