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Interimsbau auf dem Fleischmann-Areal und Detailplanungen für das Nahkauf-Areal

Die Baugenehmigung liegt vor; Nahversorgung in Neuhausen wird während der Bauphase gesichert, Abbrucharbeiten sind frühestens ab November 2026 möglich.

Von Redaktion Metzingen04.09.26, 14:38

BeckaBeck erhält Interimsbau auf dem Fleischmann-Areal

Der Einzelhandelsbetrieb BeckaBeck kann auf dem Fleischmann-Areal einen befristeten Interimsbau errichten. Nach Angaben der Stadt Metzingen liegt die Baugenehmigung vor, sodass die Eröffnung ab Ende September oder Anfang Oktober möglich ist. Während der Bauphase auf dem Nahkauf-Areal soll damit die Nahversorgung in Neuhausen gesichert werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten ist geplant, dass BeckaBeck an seinen Standort auf dem Nahkauf-Areal zurückkehrt.

Oberbürgermeisterin Carmen Haberstroh bezeichnete die Entwicklung als wichtigen Meilenstein für den Stadtteil Neuhausen. BeckaBeck zeige Investitionsbereitschaft und Verbundenheit zum Standort. Auch Geschäftsführer Heiner Beck äußerte sich zufrieden mit dem Fortgang der Planungen und kündigte die Rückkehr an das Nahkauf-Areal nach der Bauphase an.

Planungen für das Nahkauf-Areal laufen parallel weiter

Parallel dazu arbeitet der Projektentwickler des Nahkauf-Areals an der Detailplanung für die Neubebauung. Bereits im Dezember 2025 war die Verwaltung ermächtigt worden, das Grundstück an einen Investor zu veräußern und einen städtebaulichen Vertrag abzuschließen.

Das Areal stellt nach Angaben der Stadt mehrere Anforderungen, darunter mögliche Altlasten, Baudenkmäler, Gewässerrandstreifen sowie Verkehrs- und Nachbarschaftsfragen. Hinzu kommt die Abstimmung der künftigen Nutzer REWE und BeckaBeck. Außerdem hat der Projektentwickler ein Büro mit der Begleitung des Bebauungsplanverfahrens beauftragt.

Bebauungsplanverfahren und naturschutzrechtliche Prüfungen

Die Stadt Metzingen ließ zudem die Anwendung des Bauturbos prüfen. Das Regierungspräsidium teilte mit, dass die dafür erforderliche Bedarfsdeckungsklausel nicht erfüllt sei. Diese Klausel soll sicherstellen, dass zusätzliche Nutzungen im Zusammenhang mit einem Wohnbauvorhaben vor allem den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern zugutekommen. Der Umfang solcher Nutzungen muss in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der geplanten Wohnungen stehen.

Beim Vorhaben Nahkauf-Areal gehe der geplante REWE-Markt deutlich über die Bedarfsdeckung für die 24 geplanten Wohnungen hinaus. Zugleich habe das Regierungspräsidium angeboten, das vereinfachte Bebauungsplanverfahren mit prioritärer Behandlung durchzuführen. Nach Angaben der Stadt soll dadurch kein wesentlicher Zeitverzug entstehen. Die natur- und artenschutzrechtliche Prüfung werde durch den Bauturbo jedoch nicht ausgesetzt.

Im Rahmen der tierökologischen Untersuchungen war im Zeitraum von April bis September 2026 ein Aufkommen von Fledermäusen und Haussperlingen näher zu prüfen. Nach aktuellem Stand wurde nur sehr geringe Fledermausaktivität festgestellt. Außerdem wurden drei Brutpaare von Haussperlingen in Rollladenkästen nachgewiesen; Ausgleichsmaßnahmen durch Nistkästen sind vorgesehen. Vorkommen von Eidechsen oder Wassermäusen wurden nicht festgestellt. Der Abschlussbericht der Untersuchung wird für Mitte September 2026 erwartet. Danach sollen die weiteren Planungsschritte konkretisiert werden.

Gebäudeabbruch frühestens ab November 2026 möglich

Für geschützte Tierarten gelten gesetzliche Schonzeiten. Ein Gebäudeabbruch ist während der Brut- und Gebärzeit nicht zulässig. Für Fledermäuse gilt diese Schonzeit vom 1. März bis 31. Oktober. Deshalb wäre ein Abbruch frühestens ab November 2026 bis spätestens Ende Februar 2027 möglich und wird nach Angaben der Stadt voraussichtlich auch in diesem Zeitraum erfolgen.

Haberstroh verwies abschließend darauf, dass das Projekt sorgfältige Arbeit in allen Bereichen erfordere. Ein zentrales städtebauliches Ziel sei es gewesen, die Einkaufsmöglichkeiten im Ort zu halten und nicht an den Ortsrand zu verlagern. Dafür brauche es mehr Zeit als bei einem Bau auf der grünen Wiese. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die koordinierte Vorgehensweise zu guten Lösungen führen werde.

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