Einfache Sprache

Vortrag zur Heilanstalt Zwiefalten und zum Schicksal von Luise Fuß

Vortrag im Stadtarchiv Friedrichshafen

Das Stadtarchiv Friedrichshafen lädt zu einem Vortrag ein.

Der Vortrag findet am Dienstag, 15. September, um 18 Uhr statt.

Das Stadtarchiv Friedrichshafen liegt in der Katharinenstraße 55.

Der Vortrag behandelt die Heilanstalt Zwiefalten.

Der Vortrag behandelt auch das Schicksal von Luise Fuß.

Der Vortrag ist Teil der Ausstellung.

Die Ausstellung heißt „Psychiatrie und Nationalsozialismus im deutschen Südwesten am Beispiel Zwiefalten 1933–1945“.

Zwiefalten im Kontext der NS-Verfolgung

Zum Auftakt spricht Dr.

Bernd Reichelt im Vortrag.

Er spricht über „Die mehrfache Funktionalität“.

Er spricht über die Heilanstalt Zwiefalten im Kontext der „Aktion T4“.

Er spricht auch über weitere Verfolgungs- und Vernichtungspolitik.

Im Mittelpunkt steht die Heilanstalt Zwiefalten.

Die Heilanstalt liegt am Südrand der Schwäbischen Alb.

Zwiefalten nahm laut Vortrag eine Schlüsselrolle ein.

Die Schlüsselrolle betraf das nationalsozialistische Verfolgungs- und Vernichtungssystem.

Die räumliche Nähe zu Grafeneck spielte dafür eine Rolle.

Grafeneck lag bei Münsingen.

Grafeneck war eine Tötungsanstalt.

Zwiefalten wurde für etwa 1.500 Betroffene zur Zwischenanstalt.

Die Betroffenen kamen aus staatlichen Einrichtungen.

Die Betroffenen kamen aus kirchlichen Einrichtungen.

Die Betroffenen kamen aus privaten Einrichtungen.

Die Betroffenen kamen auf dem Weg in den Tod nach Zwiefalten.

Das teilte der Vortrag im Rahmen der Ausstellung mit.

Nach dem Ende der Morde in Grafeneck ging die Deportation weiter.

Das geschah im Dezember 1940.

Ein Ziel war auch die Tötungsanstalt Hadamar in Hessen.

Nach dem Ende der „Aktion T4“ änderte sich die Rolle von Zwiefalten.

Im Herbst 1941 ernannte das Innenministerium Zwiefalten zur Pflegeanstalt.

Laut Mitteilung sollte bis zum Ende des Krieges weitergetötet werden.

Die Mitteilung nennt herbeigeführte Zustände.

Die Mitteilung nennt auch die dezentrale „Euthanasie“.

Luise Fuß im Fokus

Im Anschluss richtet Katharina Witner den Blick auf Luise Fuß.

Luise Fuß wurde 1902 in Ebingen geboren.

Ebingen liegt auf der Schwäbischen Alb.

Luise Fuß wurde 1940 ermordet.

Das geschah im Rahmen der „Euthanasie“-Aktion „T4“.

Die Tötung erfolgte in der Tötungsanstalt Grafeneck.

Laut Stadtarchiv weiß man heute über viele Opfer wenig.

Die historische Rekonstruktion sei dadurch erschwert.

Grund war eine knappe Führung von Krankenakten im Nationalsozialismus.

Ende 1944 vernichteten die Verantwortlichen einen großen Teil der Dokumente.

Außerdem seien Einträge oft abwertend formuliert gewesen.

Viele Patientinnen und Patienten konnten laut Mitteilung keine Angaben machen.

Sie konnten keine Angaben zu ihrer Biografie machen.

Sie konnten keine Angaben zu ihrem Erleben machen.

Das Stadtarchiv nennt die Quellenlage bei Luise Fuß ungewöhnlich umfangreich.

Es gibt eine erhaltene Krankenakte zu Luise Fuß.

Es gibt auch ein Jugendtagebuch von Luise Fuß.

Ein Reisepass liegt ebenfalls vor.

Außerdem liegen Erinnerungen ihres jüngsten Sohnes Werner vor.

Es gibt mehrere Briefe an Luise Fußs älteste Tochter Dora.

Luise Fuß schrieb diese Briefe in den 1930er Jahren.

Sie schrieb die Briefe aus den Heil- und Pflegeanstalten Rottenmünster und Weissenau.

Auszüge aus Tagebuch und Briefen sollen einen besonderen Blick ermöglichen.

Die Auszüge sollen Luise Fuß durch ihre eigenen Worte sichtbar machen.

Weiterer Vortrag angekündigt

Das Stadtarchiv weist auf einen weiteren Vortrag hin.

Der nächste Vortrag findet am Mittwoch, 30. September, um 18 Uhr statt.

Thomas Stöckle spricht in diesem Vortrag.

Er spricht über „Grafeneck 1940 – Geschichte und Erinnerung“.