Tag des offenen Denkmals in Bad Wimpfen: Führungen und Einblicke in das jüdische Wohnhaus
Am 13. September 2026 unter dem Motto „Denkmal und Infrastruktur“ mit zwei Rundgängen ab 11:00 und 15:00 Uhr sowie Öffnungszeiten in der Schwibbogengasse 5 (13:00–19:00 Uhr) und einem 30-minütigen Vortrag um 14:00 Uhr.
Bad Wimpfen beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 mit mehreren Angeboten. Unter dem bundesweiten Motto „Denkmal und Infrastruktur“ lädt der Verein Alt Wimpfen zu zwei Führungen durch das historische Stadtgebiet ein. Außerdem ist das jüdische Wohnhaus mit ehemaligem Betsaal, Mikwe und Inschrift in der Schwibbogengasse geöffnet; dort ist auch ein Vortrag vorgesehen.
Führungen des Vereins Alt Wimpfen
Die beiden Führungen beginnen um 11.00 Uhr und 15.00 Uhr am Rathaus, Marktplatz 1. Sie veranschaulichen die Besonderheiten und Veränderungen der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Straßenführung und nehmen auch das Wimpfener Kopfsteinpflaster in den Blick.
Die Rundgänge führen durch das Burgviertel, die untere Hauptstraße, am Löwenbrunnen vorbei durch die Klostergasse, die Schafgasse, die Langgasse und die Salzgasse zurück zum Rathaus.
Jüdisches Wohnhaus mit Betsaal, Mikwe und Inschrift
Das Denkmal in der Schwibbogengasse 5 ist am 13. September 2026 von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Das Wohnhaus eines jüdischen Kaufmanns wurde 1580 von einem jüdischen Bürger errichtet. Für das Gebäude beantragte er bei der Stadt die Einrichtung einer Mikwe und eines Betsaals. Zudem gab es einen Schulungsraum, in dem Jungen und Mädchen durch eine verschiebbare Wand voneinander getrennt unterrichtet wurden. Eine Inschrift erinnert an den Vater des Erbauers.
Das Haus befindet sich seit mehr als 50 Jahren im Besitz der heutigen Bewohnerin.
Vortrag und Besichtigung
Um 14.00 Uhr findet am 13. September 2026 ein 30-minütiger Vortrag mit dem Titel „Das jüdische Wohnhaus mit Betsaal“ statt. Der Treffpunkt ist vor dem Haus in der Schwibbogengasse 5.
Bei der Besichtigung des Betsaals berichtet Rosemarie Kern über den Kaufmann, der das Haus erbaute, über das Gebäude selbst sowie über den Betsaal, die Mikwe und den damaligen Schulsaal. Zudem wird eine Quelle erläutert, die von den jüdischen Einwohnern nach unten geleitet wurde. Ergänzend werden Ratsprotokolle gezeigt.
Anmeldung
Für die Besichtigung ist eine Anmeldung möglich per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 07063 373.
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