Warum Männer kürzer leben als Frauen

Weltmännertag 2023: Männer in Deutschland leben im Schnitt 5 Jahre kürzer als Frauen – Herzkrankheiten und psychische Störungen prägen die Todesursachen.

Von Redaktion2 Min. Lesezeit

Zum Weltmännertag am 3. November rückt das Statistische Bundesamt die Unterschiede in der Lebenserwartung und Sterblichkeit zwischen Männern und Frauen in den Fokus. Die aktuellen Zahlen zeigen: Männer haben in Deutschland nach wie vor eine deutlich geringere Lebenserwartung als Frauen.

Unterschiede in der Lebenserwartung

Im Zeitraum 2022/24 lag die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen bei 83,2 Jahren, während Männer im Schnitt 78,5 Jahre alt wurden. Damit leben Frauen rund fünf Jahre länger.

Allerdings nimmt der Abstand zwischen den Geschlechtern ab. Das Statistische Bundesamt führt diese Entwicklung auf steigenden Wohlstand und eine verbesserte gesundheitliche Versorgung zurück.

Haupttodesursachen in Deutschland

  • Herzkrankheiten: Hier standen Durchblutungsstörungen des Herzens mit 65.435 Fällen an erster Stelle. Es folgen Herzinfarkte mit 24.875 Fällen sowie weitere Herzleiden.

  • Krebserkrankungen: Lungen-, Darm- und Prostatakrebs gehören zu den häufigsten Krebsarten, die zum Tod führen.

  • Verletzungen und Vergiftungen: Unfälle, Suizide und tätliche Angriffe betreffen Männer häufiger als Frauen.

    Psychische und Verhaltensstörungen

    Besonders auffällig sind die Unterschiede bei psychischen und Verhaltensstörungen, die durch Alkohol verursacht werden. Männer sind fast dreimal so häufig betroffen wie Frauen. Im Jahr 2023 wurden bei Männern 169.800 Fälle diagnostiziert – im Vergleich zu 62.900 bei Frauen.

    Auch bei Krankenhausbehandlungen zeigen sich geschlechtsspezifische Unterschiede, insbesondere im Bereich der psychischen Erkrankungen und Herzerkrankungen.

    Indikatoren für Gleichstellung und Gesundheit

    Die Ergebnisse stammen aus Sterbestatistiken und Krankenhausdaten des Jahres 2023. Wer sich weiter informieren möchte, findet auf einer speziellen Themenseite des Statistischen Bundesamts zusätzliche Daten zu geschlechtsspezifischen Gesundheitsaspekten.

    Der Weltmännertag liefert somit nicht nur Anlass zur Reflexion über die aktuelle Situation, sondern auch zur Debatte über mögliche Lösungsansätze, um die Unterschiede in der Lebenserwartung und Gesundheit weiter zu verringern.

    Eigene Anzeige

    Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

    Erreichen Sie Leserinnen und Leser in ganz Deutschland, transparent als Anzeige gekennzeichnet.

    Jetzt anfragen→

    Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern:

    Einfache Sprache