Insolvenzen in Deutschland steigen deutlich an
Die Insolvenzstatistik für das erste Halbjahr 2025 zeigt in Deutschland einen deutlichen Anstieg bei Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nahm die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen im August 2025 um 11,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Besonders Unternehmensinsolvenzen und Verbraucherinsolvenzen verzeichnen einen merkbaren Zuwachs.
Deutlicher Anstieg bei Unternehmensinsolvenzen
Im ersten Halbjahr 2025 wurden 18,4 % mehr Unternehmensinsolvenzen beantragt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Speziell der Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerung ist besonders betroffen und führt die Statistik der Unternehmensinsolvenzen an.
Verbraucherinsolvenzen steigen ebenfalls
Insgesamt wurden 38.016 Verbraucherinsolvenzen im ersten Halbjahr 2025 gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg von 7,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Trend deutet darauf hin, dass nicht nur Unternehmen, sondern auch private Haushalte zunehmend von finanziellen Schwierigkeiten betroffen sind.
Weniger bedeutende Insolvenzen
Die bezifferten Gläubigerforderungen sanken nach endgültigen Ergebnissen auf 28,2 Milliarden Euro. Dieser Rückgang wird damit begründet, dass weniger bedeutende Insolvenzen beantragt wurden. Die Statistik berücksichtigt ausschließlich Insolvenzanträge, die bei den Gerichten eingegangen sind.
Methodische Hinweise der Statistik
Die veröffentlichten Zahlen basieren auf vorläufigen monatlichen Daten, die noch methodisch weiterentwickelt werden. Es ist zu beachten, dass Insolvenzanträge häufig mehrere Monate vor der ersten gerichtlichen Entscheidung gestellt werden.
Weitere Informationen und Datenzugang
Wer detaillierte Tabellen und zusätzliche Informationen sucht, findet diese in der Datenbank GENESIS-Online sowie auf der Themenseite „Gewerbemeldungen“ des Statistischen Bundesamtes.
Statistisches Bundesamt: Pressekontakt und weitere Informationen
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