Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe stabil

Im Mai 2025 steigt der preisbereinigte Auftragsbestand im deutschen Verarbeitenden Gewerbe um 0,4 % und zeigt positive Impulse trotz rückläufiger Inlandsaufträge.

Von Redaktion2 Min. Lesezeit

Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland zeigt im Mai 2025 weiterhin Stabilität und leichte Wachstumsimpulse. Nach vorläufigen Ergebnissen stieg der preisbereinigte Auftragsbestand um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und lag im Vergleich zum Vorjahresmonat real um vier Prozent höher. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die dynamische Entwicklung in verschiedenen Industriebranchen und spiegeln die strukturelle Vielschichtigkeit des Sektors wider.

Entwicklung in den einzelnen Branchen

Die Analyse der Daten nach Wirtschaftszweigen zeigt ein differenziertes Bild:

  • Sonstiger Fahrzeugbau: Deutliche Zuwächse verzeichneten Branchen wie der Bau von Flugzeugen, Schiffen, Zügen und Militärfahrzeugen.
  • Metallerzeugnisse: Auch in der Herstellung von Metallerzeugnissen ist ein Anstieg der Auftragsbestände erkennbar.
  • Automobilindustrie: Im Gegensatz dazu gab es im Bereich der Automobilhersteller einen Rückgang der Auftragsbestände um 1 Prozent.
  • Inlands- und Auslandsaufträge

    Während die inländischen Aufträge gegenüber dem Vormonat leicht zurückgingen, konnten die Industriebetriebe aus dem Ausland ein Plus verzeichnen. Die Mischung aus rückläufigen Inlandseingängen und gestiegenen Auslandseingängen unterstreicht die internationale Vernetzung und die Bedeutung des Exportgeschäfts für das Verarbeitende Gewerbe.

    Reichweite des Auftragsbestands und Analyseverfahren

    Die Reichweite der Auftragsbestände beträgt aktuell 7,8 Monate. Das heißt, zahlreiche Betriebe könnten bei gleichbleibender Produktionsleistung theoretisch 7,8 Monate ohne neue Aufträge auskommen.

    Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Ergebnisse sowohl kalender- als auch saisonbereinigt dargestellt. Dies ermöglicht, kurzfristige konjunkturelle Schwankungen herauszufiltern. Der Vorjahresvergleich bietet zudem eine längerfristige Einordnung der Entwicklungen.

    Hintergrund und Bedeutung des Auftragsbestands

    Der Auftragsbestand umfasst alle eingegangenen, aber noch nicht abgewickelten und nicht stornierten Aufträge am Monatsende. Die Daten basieren auf dem Auftragsbestandsindex mit dem Basisjahr 2021 (=100) und sind für ausgewählte Wirtschaftszweige des Verarbeitenden Gewerbes erhoben worden. Die Klassifizierung folgt der WZ 2008, wodurch eine sektorenspezifische Auswertung möglich ist.

    Langfristige Perspektive und konjunkturelle Auswirkungen

    Der moderate Anstieg der Auftragsbestände und die stabile Reichweite signalisieren ein gewisses Maß an Planungssicherheit für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland. Gleichzeitig verdeutlichen die Rückgänge im Automotive-Sektor sowie die Unterschiede zwischen inländischen und ausländischen Aufträgen die Heterogenität der Branchenentwicklung. Die konjunkturelle Lage bleibt damit insgesamt robust, aber differenziert.

    Die Daten liefern Entscheidern in Industrie, Handel und Politik wichtige Anhaltspunkte zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und zur Entwicklung strategischer Maßnahmen. Mit Blick auf die kommenden Monate bleibt die weitere Entwicklung der Auftragslage ein zentraler Indikator für die deutsche Wirtschaft.

    Quelle: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell GmbH

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