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Zollernalbkreis: Hitze und Trockenheit belasten Streuobstbestände

Starke anhaltende Hitze und fehlender Niederschlag setzen Streuobstbestände im Zollernalbkreis unter Druck.

Das Landwirtschaftsamt berichtet, dass die trockenen Bedingungen die Entwicklung spürbar beeinträchtigen.

Auch die Qualität der Früchte leidet nach Angaben des Landwirtschaftsamts.

Für die Ernte auf den Streuobstwiesen entsteht damit ein schwierigeres Bild.

Erste Erfolge bei Blüte und Fruchtansatz

In den ersten Monaten des Jahres verliefen Blütenintensität und Befruchtung zunächst gut.

Auch der Fruchtansatz startete nach ersten Einschätzungen vielversprechend.

Bei der Einschätzung der Erntemenge zählt jedoch mehr als der Start.

Im Frühjahr.

Alternanz beeinflusst Erntemengen

Dabei spielt auch die sogenannte Alternanz eine Rolle.

Alternanz bedeutet die natürliche Schwankung der Blüh- und Ertragsstärke.

Diese Schwankung passiert zwischen einzelnen Jahren.

Bäume mit vielen Früchten im Vorjahr bilden im Folgejahr meist weniger Blütenknospen.

Solche Bäume blühen dann schwächer.

Sie setzen dann meist auch weniger Früchte an.

Für den Zollernalbkreis zeichnete sich insgesamt eine mittlere Erntemenge ab.

Trockenheit verstärkt Schäden an Früchten

Die geringe Niederschlagsmenge verschärfte die Situation nachträglich.

Das zeigt sich unter anderem an kleineren Früchten.

Außerdem nennt das Landwirtschaftsamt vorzeitigen Fruchtfall.

Bei hoher Sonneneinstrahlung steigt zudem die Gefahr von Sonnenbrand.

Die Gefahr betrifft die verbleibenden Früchte.

Regen hilft nur begrenzt bei stark ausgetrocknetem Boden

Wie sich ausgetrocknete Böden erholen, hängt von Niederschlag und Bodenart ab.

Auch größere Regenmengen helfen bei stark ausgetrocknetem Boden nur begrenzt.

Gewitterregen kann dann Wasser nicht ausreichend in den Boden bringen.

Ein Großteil des Wassers fließt dann oberirdisch ab.

Das Landwirtschaftsamt fordert deshalb eine länger anhaltende Regenphase.

Achim Beck sagt, ein solcher Niederschlag komme für die Ernte wohl zu spät.

Achim Beck erklärte, die Schäden an Früchten und Bäumen ließen sich nicht vollständig ausgleichen.

Achim Beck arbeitet als Kreisfachberater beim Landwirtschaftsamt Zollernalbkreis.

Klimaveränderungen belasten den Streuobstbau

Nach Ansicht des Landwirtschaftsamts stellen wiederkehrende klimatische Veränderungen den Streuobstbau zunehmend auf die Probe.

Künftig werde die Standortwahl wichtiger.

Auch die Auswahl von Sorten und Unterlagen werde nach Angaben wichtiger.

Welche Standorte heute besser sein können

Südwestlich ausgerichtete Hänge wurden früher wegen ihrer Sonneneinstrahlung bevorzugt.

Unter den heutigen häufig heißen und trockenen Bedingungen können Osthänge Vorteile bringen.

Leicht nach Norden ausgerichtete Standorte könnten ebenfalls Vorteile bringen.

Robuste Sorten und passende Unterlagen

Bei Neu- und Nachpflanzungen sollte das Landwirtschaftsamt zufolge auf robuste Sorten gesetzt werden.

Stark wachsende Unterlagen gelten als vorteilhaft.

Solche Unterlagen bilden tiefreichende und weit verzweigte Wurzelsysteme.

Das hilft den Bäumen, Wasser aus tieferen Bodenschichten zu erreichen.

Bei Jungbäumen dauert der Aufbau eines leistungsfähigen Wurzelsystems mehrere Jahre.

In dieser Zeit bleibt eine regelmäßige Bewässerung unerlässlich.

Zudem müsse das Auffangen und Speichern von Regenwasser wichtiger werden.

So sollen längere Trockenperioden besser abgefangen werden.

Pflege bei bestehenden Beständen

Bei bestehenden Streuobstbeständen lassen sich Standort und Sortenwahl nicht leicht ändern.

Darum bekommt die Pflege nach Angaben des Landwirtschaftsamts eine besondere Bedeutung.

Ein fachgerechter Erziehungs- und Erhaltungsschnitt soll die Stabilität der Bäume fördern.

Der Schnitt soll auch Vitalität und Gesundheit verbessern.

Ziel ist es, die vorhandenen Bäume bestmöglich zu unterstützen.

Ziel ist auch, die Widerstandsfähigkeit gegen zunehmende Stresssituationen zu stärken.

Forschung arbeitet an Anpassungen an neue Klimabedingungen

In der Forschung arbeitet man weiter an besseren Anpassungen für Obstbäume.

Die Sorten- und Unterlagenforschung schreitet nach Angaben voran.

Je nach geografischer Lage rücken bisher ungewöhnliche Obstarten stärker in den Fokus.

Dazu zählen Esskastanie, Maulbeere, Kaki, Mandel und Pistazie.

Für Neupflanzungen werden neue Verfahren erprobt.

Dazu zählt der Einsatz von Pflanzenkohle.

Das Landwirtschaftsamt nennt Pflanzenkohle als untersuchte Option wegen Wasserspeicherung und Bodenverbesserung.

Außerdem testet man verschiedene Aufzucht- und Pflanzverfahren.

Der Fokus liegt auf robusten Bäumen mit gesunder Wurzelarchitektur.

Der Fokus liegt auch auf einer hohen Anpassungsfähigkeit an extreme Standorte.

Ausbildung zum Obst- und Gartenfachwart

Wer den Erhalt der Streuobstlandschaft unterstützen möchte, kann sich ausbilden lassen.

Die Ausbildung richtet sich an Obst- und Gartenfachwarte.

Sie verbindet den Wunsch nach Naturschutz mit praktischer Arbeit.

Interessenten können sich beim Landwirtschaftsamt Zollernalbkreis melden.

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