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Kostenfreie Energieberatung im Unterallgäu: Bewerbung bis 30. September

Wohnungseigentümer-Gemeinschaften im Unterallgäu können sich bis zum 30. September bewerben.

Die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu weist auf die Bewerbung hin.

Die Energieberatung ist in diesem Zeitraum kostenfrei.

Die Bewerbungen sind unter www.unterallgaeu.de/waermeoffensive möglich.

Das Landratsamt nennt die Aktion zur Sanierung von Mehrfamilienhäusern gut angelaufen.

Die Fachstelle startete die Aktion Ende Juni gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Bayern.

Die erste Vor-Ort-Beratung fand Mitte August in Bad Wörishofen statt.

Dort beriet ein Team ein Mehrfamilienhaus.

Das Haus liegt in Bad Wörishofen.

Viele weitere Beratungen sind bereits terminiert.

Sandra ten Bulte sagte dazu, die Aktion sei sehr gut angelaufen.

Sandra ten Bulte ist Klimaschutzmanagerin am Landratsamt Unterallgäu.

Ende Juli erreichte das Landratsamt bereits die angestrebte Bewerbungsanzahl.

Wegen der positiven Resonanz stockte die Fachstelle das Beratungskontingent.

Darum sind weiterhin Bewerbungen möglich.

Beratung zu Heizung und Gebäudehülle

Bei der ersten Beratung ging es um ein Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1981.

Das Haus hat mehrere vermietete Wohnungen.

Die Eigentümer wollten die alte Ölheizung zeitnah ersetzen.

Energieberater Philipp Ostermaier von der Verbraucherzentrale Bayern prüfte den Heizungskeller.

Er prüfte auch die Heizkörper.

Ostermaier nannte als mögliche Lösung eine Wärmepumpe.

Vorab müsse eine Heizlastberechnung geprüft werden.

Die Heizlastberechnung zeigt den Wärmebedarf eines Gebäudes.

Die Berechnung soll prüfen, ob 55 Grad Celsius reichen.

Die 55 Grad Celsius beziehen sich auf die Vorlauftemperatur.

Die Vorlauftemperatur soll die Räume mit den bestehenden Heizkörpern erwärmen.

Der Wärmepumpenbetrieb könne sich auch mit der aktuellen Heizung simulieren lassen.

Dafür müsse man die Vorlauftemperatur absenken.

Für eine Grundwasserwärmepumpe sei eine Probebohrung erforderlich.

Falls das Grundwasser nicht die nötigen Voraussetzungen erfülle, komme eine Luft-Wasser-Wärmepumpe infrage.

Ostermaier ordnete die Luft-Wasser-Wärmepumpe als etwas weniger effizient ein.

Als weitere Möglichkeit nannte er eine Pelletheizung.

Platz für die Pelletheizung sei vorhanden.

Für die Pelletheizung sei ebenfalls eine Heizlastberechnung wichtig.

Die Berechnung soll künftige Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle berücksichtigen.

Diese Maßnahmen sollen den Heizenergiebedarf senken.

Ostermaier sagte, der erste Schritt sei die Sanierung der Gebäudehülle.

Danach empfahl er den Heizungstausch.

Im konkreten Fall könne der Austausch der Ölheizung Priorität haben.

Ostermaier sprach von einer 45 Jahre alten Ölheizung.

Trotzdem riet er zu Teilmaßnahmen an der Fassade.

Diese Teilmaßnahmen sollten er folgen, falls keine Komplettsanierung möglich sei.

Ostermaier nannte Dämmung als besonders wichtig.

Er nannte die Dämmung des Dachs.

Er meinte damit die oberste Geschossdecke.

Die Dämmung soll im Winter Energie sparen.

Sie soll im Sommer die Hitze in den Dachwohnungen reduzieren.

Der Energieberater nannte weitere Einsparungen durch die Dämmung der Kellerdecke.

Er nannte auch die Abdichtung der Eingangstür.

Er nannte zudem die Dämmung der Heizkörpernischen und Rollladenkästen.

Der Austausch von Fenstern sollte fortgesetzt werden.

Die Fenster sind zweifach verglast.

Sie sollen dreifach verglast werden.

Ein Mindestluftwechsel in jeder Wohnung soll gewährleistet bleiben.

Das soll Schimmelbildung vermeiden.

Als einfache Lösung nannte Ostermaier Fenster mit Falzlüftung.

Im Zusammenhang mit der Sanierung verwies Ostermaier auf die Bundesförderung für effiziente Gebäude.

Die Bundesförderung kann laut Angaben 30 Prozent für Heizung umfassen.

Sie kann laut Angaben 15 bis 20 Prozent für Maßnahmen an der Gebäudehülle umfassen.

Photovoltaikanlage als Ergänzung

Auch eine vorhandene Photovoltaikanlage war Teil der Beratung.

Die Einspeisevergütung für die Anlage endet bald.

Ostermaier sagte, die Anlage lasse sich gut mit der künftigen Heizung verbinden.

Die Anlage kann Strom für eine Wärmepumpe liefern.

Bei einer Pelletheizung kann sie den Heizbetrieb über einen Heizstab ergänzen.

Alternativ könne man den Mietern PV-Strom für den Stromverbrauch anbieten.

Nach der zweistündigen Beratung zeigten sich die Eigentümer sehr zufrieden.

Sie erhalten nun einen Beratungsbericht.

Außerdem können sie offene Fragen in einer Nachbesprechung klären.

In der Nachbesprechung beraten sie der Energieberater.