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Kirschlorbeer breitet sich aus: Landkreis Rastatt warnt und nennt Maßnahmen

Ausbreitung im Landkreis Rastatt und Gegenmaßnahmen

Der Kirschlorbeer breitet sich nach Angaben des Landkreises Rastatt zunehmend aus.

Die Zunahme betrifft vor allem Waldränder und stadnahe Gebiete.

Auch entlang von Wegen und Waldparkplätzen kommt es häufiger vor.

Die Stadt Gaggenau will eine ungehinderte Ausbreitung verhindern.

Die Stadt fordert auch die Bevölkerung zu Mithilfe auf.

Die Mitteilung nennt als Maßnahme den Verzicht im heimischen Garten.

Gefahr für heimische Wälder

Der Kirschlorbeer gilt in vielen Gärten als beliebt.

Er wächst schnell und kann günstig gekauft werden.

Viele nutzen ihn als Sichtschutz.

In der freien Natur bleibt die Pflanze nach Angaben problematisch.

Der Kirschlorbeer ist nach Angaben in allen Teilen giftig.

Er konkurriert zudem nach Angaben besonders stark.

Dadurch verdrängt er heimische Strauch- und Baumarten.

Das dichte Blätterdach lässt nach Angaben wenig Licht nach unten.

Dadurch wachsen dort kaum junge Bäume nach.

Das senkt nach Angaben die Artenvielfalt.

Es verändert nach Angaben die ökologische Struktur der Wälder nachhaltig.

Jochen Müller erklärte, die Pflanze breite sich weiter in den Wald aus.

Er ist Förster des Stadtwaldes Gaggenau.

Ausbreitung über Samen und Grünschnitt

Die Ausbreitung erfolgt laut Mitteilung auf mehreren Wegen.

Vögel fressen die Früchte des Kirschlorbeers.

Die Vögel tragen die Samen oft über weite Strecken.

Hinzu kommt Grünschnitt, der nicht sachgemäß entsorgt wird.

Dieser gelangt laut Mitteilung in die freie Landschaft.

Auch kleinste Pflanzenreste können nach Angaben anwachsen.

Auch Wurzelreste können nach Angaben neue Bestände bilden.

Laut Mitteilung ist diese unkontrollierte Verbreitung eine große Herausforderung.

Martin Melcher sagte, die Kermesbeere sei bereits aus Vorgärten gewachsen.

Er erklärte, diese Entwicklung sei mittlerweile kaum aufzuhalten.

Melcher sagte, das solle beim Kirschlorbeer verhindert werden.

Er ist Förster der Stadt Gaggenau.

Maßnahmen im Stadtwald Gaggenau

Die Förster Martin Melcher und Jochen Müller arbeiten im Stadtwald gegen die Ausbreitung.

Sie wollen die Verbreitung nach Angaben aktiv eindämmen.

Die Entfernung der Pflanzen wurde beauftragt.

Ein Bagger soll die Exemplare mitsamt kräftigen Wurzeln herausziehen.

Die Stadt strebt an, die Pflanzen möglichst vollständig zu entfernen.

Die Stadt will die Flächen in den kommenden Jahren beobachten.

Die Beobachtung soll ein erneutes Aufkommen früh zeigen.

Das Projekt soll Neophyten kleinräumig eindämmen.

Neophyten sind neue Pflanzenarten, die sich ausbreiten können.

Das Projekt soll eine kritische Ausbreitungsschwelle verhindern.

Laut Mitteilung sollen dadurch später aufwendigere Bekämpfungsmaßnahmen vermieden werden.

Das Projekt wurde unter dem Dach der Waldstrategie Baden-Württemberg 2050 konzipiert.

Die Förderung kommt aus Landesmitteln.

Der Landtag von Baden-Württemberg hat diese Mittel beschlossen.

Auch der Obst- und Gartenbauverein Freiolsheim hat geholfen.

Der Verein entfernte laut Bericht im vergangenen Frühjahr Kirschlorbeer händisch am Waldrand.

Die Stadt weist darauf hin, dass das Entfernen weiterhin schwierig bleibt.

Wurzelreste können im Boden nach Angaben erneut austreiben.

Appell an Gartenbesitzer und Entsorgung von Grünschnitt

Die Mitteilung betont die Bedeutung eines sachgerechten Umgangs.

Grünschnitt aus dem Garten soll nicht irgendwo in der Natur entsorgt werden.

Stattdessen sollen Bürger den Entsorgungsweg über Grünabfall-Sammelplätze nutzen.

Das sagte Melissa Männle vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Rastatt.

Nur so kann nach Angaben verhindert werden, dass sich Gartenpflanzen ausbreiten.

Die Mitteilung empfiehlt zudem eine stärkere Nutzung heimischer standortgerechter Gehölze.

Diese Gehölze bieten nach Angaben Lebensraum für heimische Insekten.

Sie stärken nach Angaben auch die natürliche Flora.

Blick nach Europa

In der Schweiz gilt der Kirschlorbeer inzwischen als invasive Art.

Eine invasive Art verdrängt nach Angaben heimische Arten.

In der Schweiz darf der Kirschlorbeer nicht mehr verkauft werden.

In der Schweiz darf er auch nicht neu angepflanzt werden.

Die Schweiz begründet das nach Angaben mit Eingriffen in den Naturhaushalt.

In der EU ist das nach Angaben bislang noch nicht der Fall.

Laut Mitteilung läuft aktuell eine öffentliche Petition.

Die Petition fordert Kennzeichnungs- und Informationspflichten im Gartenhandel.

Die Pflicht soll potenziell invasive Pflanzen sichtbar machen.

Ziel ist nach Angaben, dass Verbraucherinnen und Verbraucher die Gefahr vor dem Kauf erkennen.