Einfache Sprache
Beeren, Pilze und Kräuter im Wald: Regeln für das Sammeln kleiner Mengen
Regeln für das Sammeln im Wald
Wer im Sommer oder Herbst im Wald Beeren sammelt, sollte Regeln kennen.
Auch beim Sammeln von Pilzen und Kräutern gilt das.
Darauf weist Leonie Seitz vom Forstamt des Landkreises Rastatt hin.
Handstraußregel erlaubt kleine Mengen
Seitz nennt die Handstraußregel als wichtigste Regel.
Die Handstraußregel erlaubt das Sammeln kleiner Mengen wild wachsender Pflanzen.
Die Regel gilt auch für Pilze und Beeren.
Die Erlaubnis gilt für den persönlichen Eigenbedarf.
Seitz nennt als Grenze die Menge pro Mahlzeit oder Kuchen.
Die Menge muss sich mit der Hand aufnehmen lassen.
Die Menge darf auch in einem kleinen Behälter passen.
Die Forstmitarbeiterin nennt auch einen weiteren Fall.
Mit Eimern oder großen Säcken überschreitet man nach ihren Angaben die Grenze.
Das gilt auch, wenn jemand die Produkte verkaufen will.
Rücksicht auf Tiere und Natur
Beim Sammeln sollten Sammelnde auch an Tiere denken.
Beeren und Früchte dienen vielen Tieren als Nahrung.
Vogelarten, Säugetiere und Insekten brauchen diese Nahrung.
Vor allem im Spätsommer und Herbst steigt der Bedarf.
Die Tiere bauen im Herbst Fettreserven für den Winter auf.
Sie versorgen auch ihren Nachwuchs mit Nahrung.
Dafür sollten Sammelnde nur so viel mitnehmen.
Sammelnde sollten nur so viel mitnehmen, wie sie wirklich brauchen.
Sammelnde sollten immer ausreichend Früchte zurücklassen.
In Naturschutzgebieten gelten strengere Regeln
Das Sammeln ist nicht überall erlaubt.
In Naturschutzgebieten gelten oft strengere Vorschriften.
In besonders empfindlichen Lebensräumen gelten ebenfalls strengere Regeln.
In manchen Bereichen sind Pflanzen und Pilze vollständig geschützt.
In anderen Bereichen ist das Betreten bestimmter Flächen untersagt.
Hinweisschilder vor Ort informieren über die Regeln.
Sammelnde sollten die Hinweise vor Ort beachten.
Besonders in Mooren ist besondere Vorsicht nötig.
Auch auf seltenen Magerrasen gilt besondere Vorsicht.
In Bereichen mit gefährdeten Pflanzenarten kann schon das Pflücken schaden.
Sicherheit bei Pilzen und Wildpflanzen
Beim Sammeln gibt es auch ein Sicherheitsrisiko.
Viele essbare Pilze und Wildpflanzen haben giftige Doppelgänger.
Diese Doppelgänger sind auf den ersten Blick oft schwer zu erkennen.
Schon kleine Mengen können schwere Vergiftungen auslösen.
Fachleute empfehlen deshalb klare Bestimmung vor dem Sammeln.
Sammelnde sollten nur Arten mitnehmen, die eindeutig bestimmt sind.
Bei Unsicherheit sollten Sammelnde die Art stehen lassen.
Bei Unsicherheit sollten Sammelnde außerdem Fachleute fragen.
Geführte Kräuter- oder Pilzwanderungen können helfen.
Bei solchen Wanderungen gewinnen Sammelnde Sicherheit bei der Bestimmung.
Geschützte Arten dürfen nicht gepflückt werden
Einige Pflanzenarten stehen unabhängig von der Menge unter Schutz.
Diese Arten dürfen grundsätzlich nicht gepflückt werden.
Seitz nennt als Beispiel verschiedene Orchideenarten.
Sie nennt außerdem andere seltene Pflanzen als geschützte Arten.
Auch manche Pilzarten sind nach Angaben der Mitteilung besonders geschützt.
Tipps für regelkonformes Sammeln
Wer sich vor dem Sammeln informiert, handelt regelkonform.
Regelkonformes Verhalten vermeidet Bußgelder.
Regelkonformes Verhalten hilft dabei, die Artenvielfalt der Wälder zu erhalten.
Seitz betont, dass Sammelnde auf Wegen bleiben sollen.
Seitz empfiehlt außerdem, Pflanzen nicht unnötig zu beschädigen.
Sie empfiehlt weiterhin, nur kleine Mengen für den Eigenbedarf zu sammeln.
So können Menschen die Natur genießen, ohne ihr zu schaden.