Kinderanteil in Deutschland: 10,8 Millionen unter 14 Jahren

Ende 2025 lebten in Deutschland 10,8 Mio. Kinder unter 14 Jahren; ihr Anteil stieg auf 12,9 Prozent. Baden-Württemberg und Bremen führen.

Von Herold Team2 Min. Lesezeit

Zum Weltkindertag am 20. September teilt das Statistische Bundesamt mit, dass Ende 2025 in Deutschland 10,8 Millionen Kinder unter 14 Jahren lebten. Das entsprach 12,9 Prozent der Bevölkerung.

Der Anteil der Kinder ist damit binnen zehn Jahren leicht gestiegen. 2015 lag er bei 12,3 Prozent, damals gab es 10,1 Millionen Kinder unter 14 Jahren. Langfristig ist der Kinderanteil in Deutschland jedoch zurückgegangen: 1975 waren auf dem heutigen Bundesgebiet 19,6 Prozent der Bevölkerung unter 14 Jahre alt, 1995 waren es 15,1 Prozent.

Regionale Unterschiede in den Ländern

Die Altersstruktur unterscheidet sich deutlich zwischen den Bundesländern. Den höchsten Kinderanteil gab es 2025 in Baden-Württemberg und Bremen mit jeweils 13,4 Prozent. Dahinter folgten Hamburg und Bayern mit jeweils 13,2 Prozent.

Am niedrigsten war der Anteil der unter 14-Jährigen in Sachsen-Anhalt mit 11,2 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen lag er jeweils bei 11,3 Prozent.

Deutschland unter dem EU-Durchschnitt

Für die Europäische Union liegen nach Angaben des Bundesamtes Ergebnisse zum Jahresbeginn 2025 vor. Danach lag der Kinderanteil im EU-Durchschnitt bei 13,3 Prozent und damit über dem deutschen Anteil von 13,0 Prozent.

EU-weit war der Kinderanteil in Irland mit 17,0 Prozent am höchsten. Auch Schweden mit 15,6 Prozent und Frankreich mit 15,3 Prozent lagen über dem Durchschnitt. Die niedrigsten Werte wurden für Italien mit 10,9 Prozent, Malta mit 11,3 Prozent und Portugal mit 11,7 Prozent genannt.

Methodische Hinweise

Die Zahlen zur Gesamtbevölkerung nach Alter stammen aus der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes und beziehen sich jeweils auf den Stichtag 31. Dezember eines jeden Jahres. Für Deutschland beziehen sich die Angaben auf die Bundesrepublik Deutschland ab 1950 nach dem Gebietsstand seit dem 3. Oktober 1990.

Ab 1970 beruhen die Ergebnisse auf der Volkszählung 1970, ab 1987 auf der Volkszählung 1987. Ab 2011 basieren sie auf dem Zensus 2011, ab 2022 auf dem Zensus 2022. Infolge von Umstellungen der Bevölkerungsfortschreibung sind die Ergebnisse der Vorjahre jeweils nur eingeschränkt vergleichbar.

Für Eurostat ist der Stichtag jeweils der 1. Januar des Jahres. Der Stand vom 1. Januar 2025 entspricht für Deutschland dem Stand der Bevölkerungsfortschreibung zum 31. Dezember 2024. Die Eurostat-Daten für 2025 sind zum Teil noch vorläufig beziehungsweise Schätzungen.

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