Einfache Sprache
Deutsche Exporte und Importe im ersten Halbjahr 2026: klare Zuwächse
Deutsche Exporte steigen im ersten Halbjahr 2026
Die deutschen Exporte stiegen im ersten Halbjahr 2026 deutlich.
Das Statistische Bundesamt meldete die Zahlen für Januar bis Juni.
Die Ausfuhren lagen bei 817,8 Milliarden Euro.
Die Ausfuhren lagen damit um 3,9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.
Das entspricht einem Plus von 31,0 Milliarden Euro.
Auch Importe wachsen und der Außenhandelssaldo steigt
Auch die Importe nahmen im ersten Halbjahr 2026 zu.
Nach Deutschland wurden Waren im Wert von 712,1 Milliarden Euro eingeführt.
Das waren 4,7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025.
Die Steigerung entsprach 31,7 Milliarden Euro.
Der Außenhandelssaldo lag bei plus 105,7 Milliarden Euro.
Der Exportüberschuss war 0,7 Prozent niedriger als im ersten Halbjahr 2025.
Im ersten Halbjahr 2025 lag der Exportüberschuss bei plus 106,4 Milliarden Euro.
Wichtigste Handelspartner im ersten Halbjahr 2026
China blieb in den ersten sechs Monaten 2026 der wichtigste Handelspartner.
Der Umsatz aus Exporten und Importen zusammen lag bei 125,5 Milliarden Euro.
Die Vereinigten Staaten lagen bei 123,7 Milliarden Euro.
Die Niederlande lagen bei 109,3 Milliarden Euro.
USA bleiben wichtigstes Abnehmerland
Die Vereinigten Staaten waren auch im ersten Halbjahr 2026 das wichtigste Abnehmerland.
Die Exporte in die USA summierten sich auf 73,1 Milliarden Euro.
Das waren 6,1 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025.
Das Statistische Bundesamt verwies auf den Vergleichszeitraum.
Der Vergleich war nur teilweise von hohen US-Einfuhrzöllen betroffen.
Diese Zölle kamen ab April 2025 für Waren aus der Europäischen Union.
Besonders stark sanken Exporte von Kraftfahrzeugen in die USA.
Die Exporte von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen sanken um 17,2 Prozent.
Wichtige Exportzuwächse bei anderen Ländern
Deutschland exportierte auch in wichtige Märkte mit Zuwächsen.
Die Exporte nach Frankreich stiegen um 7,6 Prozent.
Die Exporte nach Frankreich lagen bei 63,2 Milliarden Euro.
Die Exporte in die Niederlande stiegen um 9,0 Prozent.
Die Exporte in die Niederlande lagen bei 60,5 Milliarden Euro.
Deutschland exportierte nach China Waren im Wert von 36,4 Milliarden Euro.
Das entsprach einem Rückgang um 12,2 Prozent.
China lag damit auf Rang 9 der wichtigsten Abnehmerländer.
Importe steigen aus China und den USA
Die meisten Importe nach Deutschland kamen im ersten Halbjahr 2026 aus China.
Die Importe aus China erreichten 89,1 Milliarden Euro.
Das waren 8,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Aus den Vereinigten Staaten führte Deutschland Waren im Wert von 50,6 Milliarden Euro ein.
Die Einfuhren aus den Vereinigten Staaten stiegen um 7,0 Prozent.
Die Einfuhren aus den Niederlanden beliefen sich auf 48,9 Milliarden Euro.
Die Einfuhren aus den Niederlanden stiegen um 0,7 Prozent.
Importüberschuss mit China wächst
Im Handel mit China vergrößerte Deutschland den Importüberschuss deutlich.
Der Importüberschuss lag im ersten Halbjahr 2025 bei 40,5 Milliarden Euro.
Im ersten Halbjahr 2026 lag der Importüberschuss bei 52,7 Milliarden Euro.
Exportüberschuss mit den USA bleibt positiv
Im Handel mit den USA blieb ein Exportüberschuss bestehen.
Der Exportüberschuss lag im ersten Halbjahr 2026 bei 22,5 Milliarden Euro.
Der Exportüberschuss lag im ersten Halbjahr 2025 bei 30,5 Milliarden Euro.
Größte Exportüberschüsse nach Ländern
Deutschland erzielte die höchsten Exportüberschüsse im Außenhandel.
- Frankreich: 25,7 Milliarden Euro.
- Vereinigte Staaten: 22,5 Milliarden Euro.
- Vereinigtes Königreich: 22,3 Milliarden Euro.
Kraftfahrzeuge und Maschinen prägen den Handel
Die wichtigsten Exportgüter waren im ersten Halbjahr 2026 Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile.
Der Wert lag bei 124,7 Milliarden Euro.
Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 sank der Wert um 5,8 Prozent.
Auf Platz zwei lagen Maschinen mit 107,7 Milliarden Euro.
Der Wert sank um 0,9 Prozent.
Auf Rang drei lagen Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse.
Der Wert lag bei 73,1 Milliarden Euro.
Der Zuwachs betrug 9,5 Prozent.
Chemische Erzeugnisse lagen bei 71,6 Milliarden Euro.
Chemische Erzeugnisse stiegen um 1,4 Prozent.
Importe: Kraftwagen und elektronische Geräte vorne
Bei den Importen standen Kraftwagen und Kraftwagenteile an erster Stelle.
Der Wert lag bei 77,1 Milliarden Euro.
Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse lagen bei 75,6 Milliarden Euro.
Beide Warengruppen verzeichneten Zuwächse.
Kraftwagen und Kraftwagenteile stiegen um 3,7 Prozent.
Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse stiegen um 10,0 Prozent.
Exportüberschüsse bei Maschinen und bei Kraftfahrzeugen
Den größten Exportüberschuss gab es im Handel mit Maschinen.
Der Exportüberschuss lag bei 54,0 Milliarden Euro.
Den zweiten Platz belegten Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile.
Der Exportüberschuss lag bei 47,6 Milliarden Euro.
Importüberschüsse bei Erdöl und Landwirtschaft
Deutlich mehr importierte Deutschland als exportierte bei Erdöl und Erdgas.
Der Importüberschuss lag bei 35,5 Milliarden Euro.
Auch bei Erzeugnissen der Landwirtschaft importierte Deutschland mehr.
Der Importüberschuss lag bei 16,5 Milliarden Euro.
Methodik und weitere Informationen
Die Außenhandelsstatistik erfasst den grenzüberschreitenden Warenverkehr Deutschlands.
Die Auswertung basiert auf dem Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken.
Der grenzüberschreitende Handel mit Dienstleistungen ist nicht enthalten.
Die Deutsche Bundesbank erhebt den Dienstleistungshandel.
Alle detaillierten Ergebnisse zum Außenhandel des Berichtsmonats Juni 2026.
Die Datenbank GENESIS-Online stellt diese Ergebnisse bereit.
Die Tabelle heißt 51000