ARD trauert um Produzentin Regina Ziegler

Die ARD trauert um Produzentin Regina Ziegler. Sie prägte den deutschen Film und das Fernsehen über mehr als fünf Jahrzehnte.

Von Herold Team1 Min. Lesezeit

Die ARD und die ARD Degeto trauern um Regina Ziegler. Die Produzentin habe den deutschen Film und das Fernsehen über mehr als fünf Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt, teilten die Sender mit. Angaben zu ihrem Alter oder zur Todesursache enthält die Mitteilung nicht.

Als Ziegler 1973 ihre eigene Produktionsfirma gründete, war die Filmbranche laut ARD noch deutlich stärker von Männern geprägt als heute. Mit Mut, Beharrlichkeit und Kreativität habe sie eines der bedeutendsten unabhängigen Produktionsunternehmen Deutschlands geschaffen. Die ARD würdigte sie als Pionierin und außergewöhnliche Unternehmerin.

Zu den Produktionen, mit denen sie das ARD-Programm bereicherte, zählen „Die große Flatter“, „Weissensee“, „Der Mann mit dem Fagott“, „Gladbeck“ und „Martha Liebermann - Ein gestohlenes Leben“. Ziegler habe auch unbequeme Geschichten erzählt und anspruchsvolle Stoffe mit emotionaler Erzählkraft und einem Gespür für das Publikum verbunden, heißt es in der Mitteilung.

ARD-Programmdirektorin Christine Strobl und ARD-Degeto-Geschäftsführer Christoph Pellander würdigten Ziegler als wichtige kreative Partnerin. Sie hoben ihren Mut, ihre Unabhängigkeit und ihre Beharrlichkeit hervor. In der Trauerbekundung gedachten sie auch ihrer Tochter Tanja Ziegler, ihrer Familie, ihren Freundinnen und Freunden sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Ziegler Film. „Regina Ziegler hat Geschichten nicht nur erzählt. Sie hat sie möglich gemacht“, erklärten sie.

Die Werke „Martha Liebermann - Ein gestohlenes Leben“ und „Weißensee“ sind nach Angaben der ARD unter anderem in der ARD Mediathek verfügbar.

Weitere Hintergründe finden sich in unserem früheren Bericht über Regina Zieglerexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

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