Wie wohnen wir wirklich?

Die ARD-Aktion #besserwohnen deckt Deutschlands Wohnprobleme auf: Hohe Mieten, Platzmangel und überbelegte Wohnungen belasten Millionen Mieter jetzt sichtbar.

Von Herold Hollywood2 Min. Lesezeit

Wohnen in Deutschland steht derzeit unter Druck: Hohe Mieten, Platzmangel und die Unsicherheit vor anstehenden Sanierungen prägen für viele Menschen den Alltag. Die ARD startet deshalb die Mitmachaktion #besserwohnen, um ein aktuelles, repräsentatives Bild über die tatsächlichen Wohnverhältnisse und die vorhandenen Probleme zu gewinnen.

Mitmachaktion #besserwohnen: Deutschland teilt Wohnrealitäten

Moderator Ralph Caspers richtet einen offenen Aufruf an die Bevölkerung: „Sucht ihr noch? Seid ihr zufrieden mit eurer Wohnung? Ist die Miete fair? Klappt's mit dem Vermieter? Wir wollen wissen: Wie wohnt Deutschland?“ Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre Erfahrungen zu teilen und über ihre individuelle Wohnsituation zu berichten.

Die gesammelten und anonymisierten Daten werden gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund analysiert. Ziel ist es, Probleme sichtbar zu machen, Verantwortliche zu konfrontieren und Lösungswege aufzuzeigen. Die Ergebnisse werden sowohl in der ARD Audiothek als auch in sozialen Medien und später in einer Abschluss-Dokumentation veröffentlicht.

Die angespannte Wohnlage – Zahlen und Fakten

Der Druck am Wohnungsmarkt trifft verschiedene Gruppen: Studierende, Wohngemeinschaften, Familien mit kleinen Kindern und Alleinlebende kämpfen gleichermaßen mit steigenden Nebenkosten und knappen Wohnflächen.

  • Laut Statistischem Bundesamt leben 9,5 Millionen Menschen in überbelegten Wohnungen – das entspricht mehr als jedem zehnten Haushalt.
  • Bundesweit fehlen rund 800.000 Wohnungen.
  • Überhöhte Wohnkosten sind längst zu einem gesellschaftlichen Problem geworden.
  • Diese Zahlen unterstreichen die Relevanz der Aktion #besserwohnen und zeigen, wie dringlich Verbesserungen im Wohnungssektor sind.

    Ironie mit Ernst: „Crashkurs für Immobilienhaie“

    Als Auftakt zur Aktion zeigt Das Erste die Story „Crashkurs für Immobilienhaie“. Schauspieler Matthias Matschke übernimmt darin die Rolle eines skrupellosen Immobilieninvestors. Der ironische Perspektivwechsel demonstriert, wie leicht Wohnungen zum Spekulationsobjekt werden können und welche perfiden Methoden angewandt werden, um Mieterinnen und Mieter aus ihren Wohnungen zu drängen.

    Zwischen investigativer Recherche und satirischer Zuspitzung wirft der Film einen Blick hinter die Kulissen der steigenden Mieten und legt Missstände auf dem Wohnungsmarkt offen.

    • Sendetermin: 28. Oktober ab 22:50 Uhr im Ersten
    • Auch in der Mediathek verfügbar
    • Weiterführende Informationen und Dokumentationen

      Zahlreiche Dokumentationen und Hintergrundinformationen zu den Themen Mieten, Wohnen und Stadtentwicklung sind gebündelt in der Mediathek zu finden.

      Die ARD-Mitmachaktion #besserwohnen bietet die Möglichkeit, die Lebenswirklichkeit vieler Mieterinnen und Mieter sichtbar zu machen und öffentlich über Lösungen für den angespannten Wohnungsmarkt zu diskutieren. Die Abschluss-Dokumentation wird im kommenden Jahr die Stimmen und Erfahrungen aller Teilnehmenden bündeln und präsentiert damit ein umfassendes Bild der aktuellen Lage.

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