Einsätze in der Region Reutlingen: Motorradfahrt, Brandlage, Bahnhofsmeldungen

Von Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss bis zu Hinweisen auf mögliche Geisterfahrerin und einem Alarm wegen Kohlenmonoxid

Von Herold-Teamvor 3 Tagen
Einsätze in der Region Reutlingen: Motorradfahrt, Brandlage, Bahnhofsmeldungen
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

Das Polizeipräsidium Reutlingen hat am Sonntagmittag mehrere Einsätze aus Reutlingen, Pfullingen, Leinfelden-Echterdingen, Rottenburg am Neckar, Albstadt und Balingen gemeldet. Die Bandbreite reicht von einer riskanten Motorradfahrt über einen Brand mit Angriffen auf Polizeibeamte bis zu Auseinandersetzungen, einem Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss und einem Zeugenaufruf wegen einer Geisterfahrerin.

Reutlingen: Motorradfahrer rast durch Innenstadt

Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Tübingen haben am frühen Samstagmorgen einen 21-jährigen Motorradfahrer kontrolliert, nachdem dieser mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch die Reutlinger Innenstadt gefahren war.

Der Mann wurde gegen 0.05 Uhr zunächst beobachtet, wie er mit seinem Kraftrad der Marke Duke mit weit über 100 km/h auf der Gutenbergstraße in Richtung Rommelsbach fuhr. Eine Fahrzeug- und Personenkontrolle im Bereich der Rommelsbacher Straße war wegen der Fahrweise zunächst nicht möglich. Erst nach einigen hundert Metern konnte der Motorradfahrer in der Föhrstraße angehalten und kontrolliert werden.

Die erlaubte Geschwindigkeit von 40 km/h auf der Strecke sei mehrfach um über 70 km/h überschritten worden. Im Zuge der Kontrolle ergaben sich zudem Verdachtsmomente für technische Veränderungen an dem geliehenen Kraftrad. Die Ermittlungen dauern an. Der 21-Jährige sieht mehreren Ordnungswidrigkeitenanzeigen entgegen.

Pfullingen: Beamte nach Brand angegriffen

Das Polizeirevier Pfullingen ermittelt gegen zwei Männer im Alter von 44 und 70 Jahren, nachdem diese nach einem Brand am Samstagabend auf Polizeibeamte losgegangen sein sollen.

Gegen 22.55 Uhr gingen bei der Integrierten Rettungsleitstelle und bei der Polizei mehrere Notrufe ein. Gemeldet wurden ein brennender Schuppen und Explosionen. Weil befürchtet wurde, dass das Feuer auf ein direkt angrenzendes Einfamilienhaus übergreifen könnte, wurden die Bewohner vorsorglich aus dem Gebäude gebracht.

Die beiden Männer versuchten zunächst, den Brand selbst mit Wasser aus Eimern und einem Gartenschlauch zu löschen. Wegen mehrerer explodierender Gaskartuschen sollten sie den Gefahrenbereich auf Weisung von Feuerwehr und Polizei verlassen. Als sie erneut angesprochen wurden, griff der 70-Jährige nach einem Polizeibeamten und wollte augenscheinlich auf ihn einschlagen. Der Angriff wurde abgewehrt. Anschließend ging auch der 44-Jährige auf die Polizeibeamten los, was ebenfalls unterbunden werden konnte.

Erst danach konnte die Feuerwehr ihren Löschangriff beginnen. Als Brandauslöser dürfte ein am Abend noch genutzter und danach in dem Schuppen abgestellter Grill in Betracht kommen. Der Sachschaden am Schuppen und an der leicht beschädigten Gebäudefassade wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt.

Die beiden Beschuldigten müssen sich nun wegen ihres Angriffs auf Polizeibeamte sowie wegen zahlreicher Beleidigungen zum Nachteil einer Nachbarin verantworten. Zudem wird ermittelt, wer für die Brandursache verantwortlich ist. Die Feuerwehr war mit neun Fahrzeugen und 33 Einsatzkräften vor Ort, der Rettungsdienst mit einem Fahrzeug und zwei Einsatzkräften, kam aber nicht zum Einsatz.

Leinfelden-Echterdingen: Schüsse am Bahnhof gemeldet

Am Samstagabend kam es am Bahnhof Echterdingen zu einem größeren Polizeieinsatz, nachdem mehrere Notrufe über eine Auseinandersetzung und Schüsse eingegangen waren.

Gegen 16.50 Uhr waren zwei Männer im unterirdischen Bereich am Bahnsteig in Streit geraten und sollen sich gegenseitig geschlagen haben. Danach soll eine der Personen eine Waffe gezogen und geschossen haben. Vor Ort bestätigten Zeugen den Sachverhalt gegenüber den eingetroffenen Streifen.

Ein 19-Jähriger konnte in Tatortnähe angetroffen und als einer der Beteiligten identifiziert werden. Bei ihm wurde eine Schreckschusswaffe gefunden und sichergestellt. Er blieb nach ersten Erkenntnissen unverletzt. Der zweite Beteiligte flüchtete vor dem Eintreffen der Polizei und konnte auch im Verlauf der Fahndung nicht mehr festgestellt werden. Hinweise auf Verletzungen lagen nach Zeugenangaben auch bei ihm nicht vor. Die weiteren Ermittlungen und die Auswertung von Videoaufzeichnungen führt das Polizeirevier Filderstadt.

Leinfelden-Echterdingen: Auseinandersetzung in Gaststätte

Mehrere Streifenwagenbesatzungen rückten am Samstagabend in den Stadtteil Leinfelden aus, nachdem Zeugen gegen 20.45 Uhr eine körperliche Auseinandersetzung in einer Gaststätte am Neuen Markt gemeldet hatten.

Nach den Ermittlungen gerieten zwei 44 Jahre alte Männer mit einem 38-jährigen Angestellten in Streit. Daraus entwickelte sich eine handfeste Auseinandersetzung, bei der der 38-Jährige durch Schläge leicht verletzt wurde. Zwei unbeteiligte Gäste im Alter von 37 und 38 Jahren erlitten ebenfalls leichte Verletzungen.

Die beiden 44-jährigen Tatverdächtigen wurden im Umfeld angetroffen und zur weiteren polizeilichen Maßnahmen zum Polizeirevier Filderstadt gebracht. Einer von ihnen verhielt sich dort weiter aggressiv und musste die Nacht im Gewahrsam verbringen. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiposten Leinfelden-Echterdingen.

Rottenburg am Neckar: Belüftungseinrichtung sorgt für Einsatzlage

In die Siebenlindenstraße in Rottenburg sind am Samstagnachmittag kurz nach 15 Uhr Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr ausgerückt, nachdem im Keller eines Wohnhauses ein Kohlenmonoxidmelder ausgelöst hatte.

Die Feuerwehr stellte im Keller eine erhöhte Konzentration von Kohlenstoffmonoxid fest. Das Gebäude wurde daraufhin geräumt und entlüftet. Die Bewohner wurden medizinisch untersucht, blieben nach aktuellem Stand aber unverletzt. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass die Auslösung auf einen technischen Defekt in der Belüftungseinrichtung eines Pelletlagers im Keller zurückzuführen sein dürfte. Die Bewohner konnten danach in ihre Wohnungen zurückkehren.

Albstadt: Betrunken Unfall verursacht

Deutlich alkoholisiert war ein 39-Jähriger, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag entlang der L 442 einen Verkehrsunfall verursacht hat.

Der Mann war gegen 0 Uhr mit seinem Transporter auf der Landstraße zwischen Burladingen und Albstadt unterwegs. Kurz vor Tailfingen kam das Fahrzeug nach Angaben der Polizei wegen der Alkoholisierung von der Fahrbahn ab, fuhr über eine Grünfläche, überquerte einen Wanderparkplatz, kollidierte mit einem Verkehrszeichen und überschlug sich. Schließlich kam der Transporter auf der Landstraße wieder zum Stillstand.

Durch die Kollisionen wurde ein automatischer Notruf ausgelöst. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten aus. Die Beamten stellten bei der Überprüfung der Verkehrstüchtigkeit einen vorläufigen Atemalkoholwert von knapp 2,5 Promille fest. Eine Blutentnahme wurde angeordnet, der Führerschein noch vor Ort beschlagnahmt. Verletzt wurde der Mann nicht. Der Schaden am Transporter wird auf rund 15.000 Euro geschätzt; das Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Balingen: Gegenverkehr gefährdet

Die Polizei Balingen sucht Zeugen zu einer Geisterfahrerin, die am Samstagnachmittag auf der B 463 bei Balingen unterwegs war.

Nach Angaben von Zeugen dürfte es sich um eine ältere Frau handeln. Sie fuhr gegen 16.20 Uhr mit einem größeren grünen Skoda auf der nach Albstadt führenden Fahrbahn in Richtung Balingen. Eine 42-jährige Autofahrerin, die ordnungsgemäß in Fahrtrichtung Albstadt unterwegs war, konnte einen Zusammenstoß nur noch durch eine Gefahrenbremsung verhindern.

Die Fahndung nach dem Fahrzeug blieb erfolglos. Nach einem Zusammenstoß mit einer Fahrbahnbegrenzung wurde jedoch eine Radabdeckung gefunden. Das Polizeirevier Balingen hat die Ermittlungen übernommen. Zeugen und weitere Geschädigte werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07433 / 264-0 beim Polizeirevier Balingen zu melden.

Balingen: Sorge um Tierwohl endet in Handgreiflichkeiten

Ein Leichtverletzter ist das Ergebnis einer Körperverletzung, die sich am Samstagmittag gegen 15.30 Uhr in Weilstetten bei Balingen ereignet hat.

Auslöser war eine Meldung einer 65-jährigen Frau bei der Polizei. Sie hatte sich Sorgen um den augenscheinlich alleingelassenen Hund ihres 56-jährigen Nachbarn gemacht. Die Einsatzkräfte überprüften daraufhin das Wohlergehen des Tieres und stellten keinen Grund für ein sofortiges polizeiliches Einschreiten fest.

Nachdem die Beamten den Einsatzort verlassen hatten, stellte der 56-jährige Wohnungsbesitzer seine 65-jährige Nachbarin zur Rede. Daraus entwickelte sich zunächst ein Streitgespräch mit ihr und ihrem 32-jährigen Sohn. Der Konflikt eskalierte, der 56-Jährige erlitt Gesichtsverletzungen und wurde durch den Rettungsdienst medizinisch erstversorgt.

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