„Regenbogenkinder“ endet in Göppingen-Bodenfeld

Kindertagespflege für über dreijährige Kinder aus Familien mit Fluchterfahrung im Katholischen Gemeindezentrum St. Paul wird bei sinkenden Bedarfen eingestellt

Das Projekt Regenbogenkinder ist zum Ende August beendet worden. Das Kindertagespflegeangebot für über dreijährige Kinder aus Familien mit Fluchterfahrung in Göppingen-Bodenfeld war 2016 in Kooperation zwischen dem Verein für Kindertagespflege, dem Landkreis Göppingen und der Stadtverwaltung Göppingen eingerichtet worden. Nun kann das Angebot wegen sinkender Bedarfe und veränderter Rahmenbedingungen nicht mehr weitergeführt werden.

Bei den Regenbogenkindern wurden täglich acht Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren aus den Gemeinschaftsunterkünften beziehungsweise den Anschlussunterbringungen betreut. Die Betreuung fand in den Räumen des Katholischen Gemeindezentrums St. Paul im Bodenfeld statt.

Die beteiligten Partner und die Eltern der Kinder beschrieben das Angebot als von Kontinuität, hoher Qualität und Zuverlässigkeit geprägt. Die Regenbogenkinder hätten sich mit ihrem besonderen Konzept zu einem festen Bestandteil der Betreuungslandschaft in Göppingen entwickelt.

Nach Angaben der Projektbeteiligten war die individuelle sprachliche und soziale Förderung für die Kinder aus Familien mit Fluchterfahrung von großer Bedeutung. Die Förderung in der kleinen Gruppe habe den Einstieg in die Schule erleichtert beziehungsweise die Kinder durch den strukturierten Alltag auf einen regulären Kindergartenplatz vorbereitet.

Die Kinder hatten dort Raum und Zeit zum Spielen, Singen, Basteln und Lachen. Zugleich konnten sie nach Angaben der Mitteilung traumatische Erfahrungen von Krieg und Flucht durch positive Erlebnisse und eine enge Bindung an ihre Tagesmütter verarbeiten. Die Kindertagespflegepersonen hielten begleitend engen Kontakt zu den betroffenen Familien und unterstützten sie. Der vertrauensvolle Umgang und der gegenseitige Respekt bildeten dabei die Grundlage für eine Erziehungspartnerschaft auf Augenhöhe.

Sonja Elineau, Geschäftsführerin des Vereins für Kindertagespflege, bedauert das Ende des Projekts. Sie dankt den Kooperationspartnern für die Zusammenarbeit. Genannt werden in der Mitteilung das Landratsamt, die Stadt Göppingen und die katholische Kirchengemeinde.

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