Geislinger Kulturherbst zum 13. Mal: Programm rund ums Spital zum Heiligen Geist

Mehr als 25 Veranstaltungen vom 18. September bis 18. Oktober 2026 – mit Revue und Verleihung des Schubart-Kulturpreises 2026 am 18. Oktober

Geislinger Kulturherbst zum 13. Mal: Programm rund ums Spital zum Heiligen Geist
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Vom 18. September bis 18. Oktober 2026 lädt der Geislinger Kulturherbst bereits zum 13. Mal dazu ein, Geschichte, Kultur und Begegnung miteinander zu verbinden. Die Veranstaltungsreihe ist seit mehr als zehn Jahren ein fester Bestandteil des Kulturkalenders der Stadt und bietet in diesem Jahr mehr als 25 Veranstaltungen.

Im Mittelpunkt steht das 675-jährige Bestehen des Geislinger Spitals zum Heiligen Geist. Nachdem sich der Kulturherbst 2025 dem Bau der Geislinger Eisenbahnsteige im Jahr 1850 gewidmet hatte, richtet der Blick 2026 auf die Geschichte des Spitals, das 1351 gegründet wurde und über Jahrhunderte die soziale und wirtschaftliche Entwicklung Geislingens prägte. Es versorgte kranke Menschen, unterstützte Arme, Waisen und ältere Menschen und entwickelte sich durch seinen umfangreichen Landbesitz zu einem bedeutenden wirtschaftlichen Akteur.

Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia würdigt den Kulturherbst als lebendigen Zugang zur Stadtgeschichte und dankt allen Beteiligten für ihr Engagement. Der Kulturherbst verbinde Wissen, kulturelle Erlebnisse und Begegnungen und bringe den Menschen vor Ort wie auch den Gästen die Heimat näher.

Auftakt mit historischen und musikalischen Beiträgen

Den Auftakt bildet die Veranstaltung „durch got und durch unser vordern sel hail willen“. Stadtarchivar Dr. Philipp Lintner präsentiert dabei die originale Stiftungsurkunde des Spitals. Musikalische Beiträge und eine Spielszene der Theatergruppe Obere Roggenmühle lassen wichtige Stationen der Spitalgeschichte lebendig werden.

Am 26. September greift die Theatergruppe das Thema mit dem Stück „Um Gottes Willen und der Seele Heil“ erneut auf und entführt das Publikum in das Geislinger Spital des Jahres 1714.

Vorträge, Musik und weitere Programmpunkte

Auch die Entwicklung der Gesundheitsversorgung ist Thema des Kulturherbstes. Im Vortrag „Vom Spital zur Helfenstein Klinik“ am 1. Oktober gibt Dr. Philipp Lintner Einblicke in den Wandel vom historischen Spital bis zur modernen medizinischen Versorgung. Weitere Vorträge befassen sich mit der Geschichte des Spitals im Mittelalter, den Hintergründen für die Gründung städtischer Spitäler sowie den Waldbesitzungen des Spitals, die einen wesentlichen Teil seiner Wirtschaftskraft ausmachten.

Musikalisch reicht das Angebot von Beiträgen der Musikschule, die im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Spitals untergebracht ist, bis zu Konzerten in den denkmalgeschützten Kirchen. Dort sind unter anderem renommierte Solistinnen und Solisten sowie ein Mozart-Konzertabend mit Chor und Orchester zu erleben.

Am 4. Oktober tritt in der RÄTSCHE die inklusive Band Staubstumm mit ihrem Rock-’n’-Roll- und Bluesprogramm auf. Ergänzt wird der Abend durch eine Lesung von Henri Hirt. Die Veranstaltung knüpft an die Geschichte des Spitals an, in der auch Ausgrenzung aufgrund von Krankheit oder Behinderung eine Rolle spielte, und stellt heute Menschen mit Behinderung auf die Bühne.

Zum weiteren Programm gehören außerdem eine nächtliche Stadtführung, eine Exkursion nach Nürtingen, eine Führung durch das Rotkreuz-Museum sowie eine Ausstellung zur Geschichte des Spitals.

Abschluss und Kartenverkauf

Den Abschluss des Kulturherbstes bildet am 18. Oktober die „Revue und Verleihung des Schubart-Kulturpreises 2026“. Dabei wird auf die Höhepunkte der Veranstaltungsreihe zurückgeblickt und junge Nachwuchstalente werden ausgezeichnet.

Das Programm liegt ab sofort an zahlreichen Stellen in Geislingen und der Region aus. Online ist das vollständige Programm unter www.kulturherbst-geislingen.de verfügbar. Dort können auch Karten für die Abendkasse reserviert werden. Eintrittskarten im Vorverkauf sind außerdem im iPunkt im Alten Zoll erhältlich.

Der Geislinger Kulturherbst lädt Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus nah und fern dazu ein, auf eine kulturelle Reise durch 675 Jahre Stadtgeschichte zu gehen.

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