Bundestagsausschuss gibt grünes Licht für neue Bahnstrecke Hamburg–Hannover
Der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages hat den Weg für eine Neubaustrecke zwischen den Eisenbahnknoten Hannover und Hamburg freigemacht. Über das Vorhaben soll der Bundestag am Donnerstag, 8. Oktober, abschließend entscheiden.
Die geplante Strecke soll zusätzliche Kapazitäten im norddeutschen Schienennetz schaffen und die bestehende Verbindung über Lüneburg und Uelzen entlasten. Vorgesehen sind außerdem neue Regionalbahnhöfe, die Pendlerinnen und Pendlern in Richtung Hamburg und Hannover den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr ermöglichen sollen. Ergänzende Maßnahmen sollen die Betriebsqualität verbessern und Anwohnerinnen und Anwohner an der bestehenden wie an der neuen Strecke schützen.
Hamburg hatte sich wiederholt für den Neubau eingesetzt. Verkehrssenator Anjes Tjarks warb zuletzt gemeinsam mit Verkehrsministerinnen und -ministern aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen beim Verkehrsausschuss für das Vorhaben. Auch auf europäischer Ebene setzte sich Tjarks dafür ein; die EU-Kommission unterstütze das Projekt, teilte die Behörde mit.
Tjarks sagte, die Neubaustrecke biete eine realistische Perspektive, die Kapazitätsprobleme auf der Schiene in Norddeutschland zu lösen. Auch Pendlerinnen und Pendler in der südlichen Hamburger Metropolregion könnten profitieren. Die Stadt Hamburg werde einen Beitrag leisten. Zugleich mahnte der Senator zügige Planungen und Klarheit bei der Finanzierung an. Ziel müsse sein, das Projekt deutlich vor 2050 fertigzustellen.
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