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Wunschbaum-Ergebnisse zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung: Übergabe an Pforzheims Spitze

Mehr als 60 Wünsche, Anliegen und Forderungen wurden zu Themenbereichen wie Recht, Arbeit, Bildung und Barrierefreiheit ausgewertet und für zukünftige politische Entscheidungen eingeordnet.

Die Inklusionsbeauftragte des Enzkreises, Anne Marie Rouviere-Petruzzi (links) sowie der Inklusionsbeauftragte der Stadt Pforzheim, Mohamed Zakzak (Zweiter von rechts), übergaben die Wünsche der Wunschbaum-Aktion an den Pforzheimer Oberbürgermeister Peter Boch (rechts) und die Vize-Landrätin des Enzkreises, Dr. Hilde Neidhardt. Bei Verwendung des Bildmaterials bitte ©Stadt Pforzheim; Christian Schweizer angeben.
Die Inklusionsbeauftragte des Enzkreises, Anne Marie Rouviere-Petruzzi (links) sowie der Inklusionsbeauftragte der Stadt Pforzheim, Mohamed Zakzak (Zweiter von rechts), übergaben die Wünsche der Wunschbaum-Aktion an den Pforzheimer Oberbürgermeister Peter Boch (rechts) und die Vize-Landrätin des Enzkreises, Dr. Hilde Neidhardt. Bei Verwendung des Bildmaterials bitte ©Stadt Pforzheim; Christian Schweizer angeben.
Die Inklusionsbeauftragte des Enzkreises, Anne Marie Rouviere-Petruzzi (links) sowie der Inklusionsbeauftragte der Stadt Pforzheim, Mohamed Zakzak (Zweiter von rechts), übergaben die Wünsche der Wunschbaum-Aktion an den Pforzheimer Oberbürgermeister Peter Boch (rechts) und die Vize-Landrätin des Enzkreises, Dr. Hilde Neidhardt. Bei Verwendung des Bildmaterials bitte© Stadt Pforzheim; Christian Schweizer angeben.

Die Ergebnisse der Wunschbaum-Aktion zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen sind am Dienstag, 28. Juli, an den Pforzheimer Oberbürgermeister Peter Boch und die Vize-Landrätin des Enzkreises, Dr. Hilde Neidhardt, übergeben worden.

Überreicht wurden die gesammelten Wünsche, Anliegen und Forderungen von der Inklusionsbeauftragten des Enzkreises, Anne Marie Rouviere-Petruzzi, sowie dem Inklusionsbeauftragten der Stadt Pforzheim, Mohamed Zakzak.

Mehr als 60 Rückmeldungen beim Protesttag gesammelt

Die Wunschbaum-Aktion war Teil des Europäischen Protesttags, der am 7. Mai 2026 auf dem Pforzheimer Marktplatz stattfand. Unter dem bundesweiten Motto „Neustart Inklusion“ beteiligten sich zahlreiche Menschen mit Behinderungen, Angehörige, Fachkräfte, Selbstvertretungsorganisationen sowie Bürgerinnen und Bürger. Dabei wurden mehr als 60 Wünsche, Anliegen und Forderungen an einem Wunschnetz angebracht und anschließend ausgewertet.

Die Rückmeldungen wurden in die Themenbereiche Recht und Gleichstellung, Arbeit und Finanzen, Bildung, Schule und Betreuung, Barrierefreiheit, Politik und Bürokratie sowie Gesellschaft und Kommunikation gegliedert.

Zentrale Themen der Auswertung

Recht und Gleichstellung

In diesem Bereich stehen nach Angaben der Auswertung insbesondere gleiche Rechte, die konsequente Umsetzung der Gleichstellung, die Sicherung individueller Leistungsansprüche sowie eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen im Mittelpunkt.

Arbeit und Finanzen

Die Teilnehmenden wünschen sich unter anderem eine gerechte Bezahlung von Menschen mit Behinderungen, insbesondere in Werkstätten, mehr Unterstützung beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, zusätzliche inklusive Arbeitsplätze sowie eine bessere finanzielle Absicherung.

Bildung, Schule und Betreuung

Die Rückmeldungen machen deutlich, dass inklusive Bildung von Anfang an gestärkt werden muss. Genannt wurden unter anderem mehr Unterstützung für inklusive Schulen, ausreichend Schulbegleitungen, verlässliche Kinderbetreuung sowie eine bessere Ausstattung der Bildungseinrichtungen.

Barrierefreiheit

Ein weiterer Schwerpunkt ist der konsequente Abbau baulicher Barrieren. Gefordert werden barrierefreie Arztpraxen, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen, sichere Wege sowie eine zuverlässige barrierefreie Mobilität. Auch konkrete Hinweise auf bestehende Hindernisse in Pforzheim und im Enzkreis wurden aufgenommen.

Politik und Bürokratie

In diesem Themenfeld wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger weniger bürokratische Hürden, verständlichere Verwaltungsverfahren, mehr Mitbestimmung sowie einen regelmäßigen Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Menschen mit Behinderungen.

Gesellschaft und Kommunikation

Die Auswertung zeigt zudem den Wunsch nach mehr Respekt, Wertschätzung und gegenseitigem Verständnis. Darüber hinaus wurden mehr Angebote zum Erlernen der Gebärdensprache, eine stärkere gesellschaftliche Sensibilisierung sowie ein selbstverständlicher Umgang mit Vielfalt und Inklusion gefordert.

Ergebnisse sollen in politische Entscheidungen einfließen

Mit der Übergabe der Ergebnisse wollen die Inklusionsbeauftragten der Stadt Pforzheim und des Enzkreises die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger unmittelbar an die Verwaltungsspitzen herantragen. Ihr Ziel sei es, die Wünsche und Forderungen in zukünftige politische Entscheidungen und Maßnahmen einfließen zu lassen und den Dialog über eine inklusive Gesellschaft weiter zu stärken.

Nach Einschätzung der Beteiligten zeigen die zahlreichen Rückmeldungen, dass sowohl auf Bundes- und Landesebene als auch auf kommunaler Ebene weiterer Handlungsbedarf besteht. Die gesammelten Ergebnisse sollen deshalb als Impuls dienen, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Pforzheim und im Enzkreis nachhaltig weiterzuentwickeln.

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