Doppelausstellung „(Nicht) Meine Ecke!“ im Kulturhaus Osterfeld
Blick auf Pforzheim aus Perspektive von Mädchen und jungen Frauen – Eröffnung am 23. September 2026, 19 Uhr
Im Foyer des Kulturhauses Osterfeld wird am 23. September 2026 um 19 Uhr die Doppelausstellung „(Nicht) Meine Ecke!“ des Künstlerduos The Artpole eröffnet. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 13. Dezember.
Die Schau richtet den Blick auf Pforzheim aus der Perspektive von Mädchen und jungen Frauen. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wo sie sich sicher fühlen, welche Orte sie meiden und wie sie den öffentlichen Raum erleben. Mit dem Projekt will die Stadt nach eigenen Angaben auf die Bedeutung von Mädchen- und Frauenpartizipation für eine gerechtere, lebenswertere und sicherere Stadtentwicklung aufmerksam machen.
Initiiert wurde das Vorhaben von der städtischen Jugend- und Familienförderung. Rund 20 Teilnehmerinnen erhielten die Möglichkeit, ihre persönliche Sicht auf Pforzheim sichtbar zu machen. In Workshops setzten sie sich mit ihrer Stadt und ihrem direkten Umfeld auseinander und sprachen über Orte, an denen sie sich gerne aufhalten, aber auch über Ecken, an denen sie sich unwohl oder unsicher fühlen.
Aus den Erfahrungen und Wünschen der Teilnehmerinnen entstanden zwei fotografische Serien: „Meine Ecke!“ zeigt selbstbewusste Porträts und Lieblingsorte, „Nicht Meine Ecke!“ Orte, an denen sich die Mädchen unwohl oder unsicher fühlen. Die Ausstellung versteht sich damit als künstlerisches Format, das den Teilnehmerinnen eine hörbare Stimme für ihre Bedenken und Ideen gibt.
Bereits umgesetzt wurde ein konkretes Ergebnis des Projekts im Familienzentrum Ost: Dort wurde eine „Girls Corner“ eingerichtet. Der kostenlose Ort soll Mädchen ermöglichen, sich zu treffen, auszutauschen und ihre Freizeit selbstbestimmt zu verbringen. Der Wunsch nach solchen geschützten und konsumfreien Treffpunkten war von den Teilnehmerinnen im Rahmen des Projekts benannt worden.
An der Umsetzung waren neben der Jugend- und Familienförderung auch die Jugendhilfeplanung, die Stadtplanung, der Jugendgemeinderat, das SJR / Haus der Jugend und das Mädchenbildungszentrum beteiligt.
Die Ausstellung ist Teil des Pforzheimer Präventionsnetzwerks Kinderarmut und wird im Rahmen des Landesprogramms „Starke Kinder – chancenreich“ durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Landtags Baden-Württemberg sowie durch den Präventionsverein „Sicheres Pforzheim – Sicherer Enzkreis e.V.“ gefördert.
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