Tag des offenen Denkmals im Heimatmuseum Langenau: Blick aufs „Guckahürle“

Rundgang mit Gudrun Rogowski und historischer Rückblick auf die Langenauer Feuerbekämpfung

Am Sonntag, 13. September, beteiligt sich das Heimatmuseum Langenau wieder am bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Unter dem Motto eines historischen Rückblicks auf die Langenauer Feuerbekämpfung lädt das Museum von 14:00 bis 17:00 Uhr zu einem Rundgang mit der ehrenamtlichen Museumsleiterin Gudrun Rogowski ein.

Im Mittelpunkt steht dabei auch ein bauliches Detail, das auf dem First des Heimatmuseums zu sehen ist: ein quadratischer, gemauerter Dachreiter mit Schlitzfenstern und Satteldach, das sogenannte „Guckahürle“. Früher konnte der „Obere Helfer“ von dort aus feststellen, wo es gebrannt hatte, wenn der Türmer wegen Feuer geläutet hatte.

Die Mitteilung erinnert daran, dass Brände in früheren Zeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner eines Dorfes eine Katastrophe waren. Häuser aus Holz und Stroh standen dicht an dicht und boten den Flammen ein leichtes Ziel. Zur Brandbekämpfung wurde unverzüglich geläutet, alle hatten mit Eimern, Kübeln und Leitern beim Löschen zu helfen. In einer Verordnung zur Brandbekämpfung war zudem klar festgelegt, wer was auf eigene Kosten bereitzustellen hatte. Weil es keine Wasserleitungen gab, wurde bei Eheschließungen oder bei der Aufnahme in das Bürgerrecht auf lederne Feuereimer geachtet.

Seit 1817 organisierte Langenau als eine der ersten Gemeinden in Württemberg das Löschwesen neu. Wer mehr über die Geschichte der Langenauer Feuerbekämpfung erfahren möchte, kann das Heimatmuseum in der Kirchgasse 4 besuchen. Ein Blick aus dem Guckahürle ist an diesem Tag ebenfalls möglich; es ist nur am Tag des offenen Denkmals geöffnet.

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