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Zeppelin-Stiftung fördert Talente aus Friedrichshafen: Preise für Darstellende und Bildende Künste

Viola Sauter erhält den ersten Platz; Jonárosa Oremek und Julian Pawlowski folgen auf dem zweiten Platz beim Förderpreis 2026.

Von Redaktion Friedrichshafenvor 4 Tagen

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Verleihung des Förderpreises für junge Künstlerinnen und Künstler 202611.10.26, 18:00Kiesel im k42

Die Förderpreise für junge Künstlerinnen und Künstler der Zeppelin-Stiftung der Stadt Friedrichshafen gehen im Jahr 2026 an Viola Sauter in der Sparte Darstellende Künste, an Jonárosa Oremek alias „Die Obertunte“ ebenfalls in der Sparte Darstellende Künste sowie an Julian Pawlowski in der Sparte Bildende Künste. Die Jury vergab dabei einen ersten Platz und zwei zweite Plätze.

Erster Bürgermeister Andreas Hein gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern und betonte, dass die Stadt herausragende Talente aus Friedrichshafen fördere, die auf unterschiedliche Weise ein außergewöhnliches künstlerisches Potenzial zeigten. Der Förderpreis begleite sie auf ihrem weiteren Weg ein Stück.

Viola Sauter erhält den ersten Platz

Den ersten Platz belegt die Schauspielerin Viola Sauter, geboren 1998. Sie stammt aus Friedrichshafen und studiert derzeit Schauspiel am Royal Conservatoire of Scotland in Glasgow. Zuvor absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart Studiengänge in Lehramt mit den Fächern Musik und Englisch sowie in Sprechkunst und Sprecherziehung. Früh war sie mit dem Kulturbüro Friedrichshafen verbunden, unter anderem als Mitglied des Theater-Jugendclubs und über viele Jahre als Mitarbeiterin beim Kulturufer.

Die Jury hebt ihre Zielstrebigkeit und künstlerische Vielseitigkeit hervor. Sauter arbeite mit großer Sensibilität für Figuren und Sprache und verbinde eine fundierte Ausbildung mit einer internationalen Perspektive. Aktuell arbeitet sie an ihrer Interpretation der Lady Macbeth und entwickelt zugleich ein eigenes Theaterstück, mit dem sie sich für das Edinburgh Fringe Festival bewerben möchte.

Zweiter Platz für Jonárosa Oremek

Den zweiten Platz teilen sich in diesem Jahr Jonárosa Oremek und Julian Pawlowski. Jonárosa Oremek, geboren 2004, ist auch als „Die Obertunte“ bekannt. Oremek verbindet Drag, Theater, Live-Gesang und performative Geschichtsvermittlung zu einer eigenen künstlerischen Sprache. Nach dem Aufwachsen in Friedrichshafen lebt Oremek heute in Berlin, studiert Soziale Arbeit und arbeitet als selbstständige Drag- und Travestiekünstlerin.

Die künstlerische Arbeit verbindet persönliche Erfahrung, Gestaltung und historische Recherche. Zu den Projekten zählen das Drag-Kabarett „Ich hab' noch einen Koffer in BaWü“ sowie queerhistorische Stadtführungen in Oberschwaben. Die Jury würdigt die eigenständige Verbindung von Performance, historischer Recherche und persönlicher Perspektive, die neue Zugänge zu regionaler Geschichte und gesellschaftlichen Fragen eröffne.

Zweiter Platz für Julian Pawlowski

Auch der Fotograf, Filmemacher und Künstler Julian Pawlowski, geboren 1990, erhält einen zweiten Platz. Er ist in Friedrichshafen geboren, dort aufgewachsen und bis heute eng mit der Stadt verbunden. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet er als freischaffender Fotograf und hat sich mit Porträts, Reportagen und Werbeaufnahmen über die Region hinaus einen Namen gemacht. Zugleich prägen seine Arbeiten und lokale Projekte das visuelle Gedächtnis Friedrichshafens.

Die Jury würdigt Pawlowskis Blick für den Menschen und seine Fähigkeit, authentische Persönlichkeiten und flüchtige Momente sichtbar zu machen. Neben der Fotografie hat er seine künstlerische Arbeit um Malerei erweitert, in der er persönliche Erfahrungen, familiäre Erinnerungen und gesellschaftliche Fragen verarbeitet.

Förderpreis seit 2001

Der Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler wird seit 2001 vergeben. Er soll den Ausgezeichneten ermöglichen, ihre künstlerische Entwicklung voranzutreiben, besondere Projekte zu realisieren und ihre Arbeiten einem breiteren Publikum bekannt zu machen.

Für das Jahr 2026 standen insgesamt 12.000 Euro aus Mitteln der Zeppelin-Stiftung zur Verfügung. Die Jury entschied sich für ein Preisgeld von 4.000 Euro für Viola Sauter sowie jeweils 2.000 Euro für Julian Pawlowski und Jonárosa Oremek. Auf die Ausschreibung gingen insgesamt 17 Bewerbungen ein: neun in der Sparte Bildende Künste, vier in den Darstellenden Künsten, drei in der Musik und eine in der Literatur.

Die Verleihung der Urkunden an die drei Preisträgerinnen und Preisträger findet am Sonntag, 11. Oktober, um 18 Uhr im Kiesel im k42 statt. Die Preisträgerinnen und Preisträger geben dabei Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist über das Amt für Kunst und Kultur per E-Mail an [email protected] möglich.

Weitere Informationen zum Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler gibt es unter www.friedrichshafen.de/künstlerförderpreis.

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Julian Pawlowski auf einem Porträtfoto.
Porträtfoto von Julian Pawlowski.Foto: OticaBild 1 von 3

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