Low Tech – High Nature: Nachhaltig bauen mit Fokus auf Materialien
Vortrag von Martin Haas in der Reihe „Standpunkte“ am 23. September im Kiesel im k42

Im Rahmen der Vortragsreihe „Standpunkte“ des Gestaltungsbeirates Friedrichshafen spricht der freie Architekt BDA Martin Haas am Mittwoch, 23. September, um 19 Uhr im Kiesel im k42, Karlstraße 42, über „Low Tech – High Nature“. Einlass ist ab 18.30 Uhr.
Die Veranstaltung greift eine aktuelle Debatte über verantwortbare Lebensqualität auf, die nach Angaben der Mitteilung über Umwelt- und Klimaschutz hinausgeht. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie nachhaltiges Bauen jenseits hochkomplexer technischer Systeme aussehen kann. Statt einer starken Ausrichtung auf Anlagentechnik soll der Fokus auf einem intelligenten Einsatz sorgfältig ausgewählter Materialien liegen. Ziel ist es, Gebäude zu vereinfachen, ihre langfristige Nutzung in den Blick zu nehmen und materialgerechte, mikroklimatisch optimierte sowie möglichst ressourcenneutrale Bauweisen zu fördern.
Nachwachsende, möglichst örtliche und wiederverwertbare Baumaterialien sollen demnach eine wichtige Grundlage für die Beurteilung von Baumaßnahmen sein, weil sie ihr energetisches Potenzial auch bei einer Nachnutzung behalten.
Über Martin Haas
Martin Haas war von 1997 bis 2012 als Partner im Büro Behnisch Architekten unter anderem für die Nord/LB in Hannover, das Haus im Haus, die Unilever-Zentrale, den Marco-Polo-Tower in Hamburg sowie für das Ozeaneum in Stralsund verantwortlich. 2012 gründete er zusammen mit David Cook und Stephan Zemmrich das Büro haascookzemmrich STUDIO2050 mit Projekten im In- und Ausland.
Er ist Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB), Mitglied des Präsidiums und seit 2013 deren Vizepräsident. Seit 2008 hat er eine Gastprofessur an der University of Pennsylvania in Philadelphia, USA, inne. Außerdem ist Martin Haas seit 2020 Mitglied des Gestaltungsbeirats in Offenbach und seit 2023 in Konstanz. Seit 2020 ist er ehrenamtliches Mitglied des Konvents der Baukultur.
Die Anerkennung der Veranstaltung für die Architektenkammer Baden-Württemberg als Fortbildung ist beantragt. Gefördert wird sie durch das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg.
Weitere Informationen gibt es unter friedrichshafen.de/informiert.
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