Mobile Grüne Zimmer® auf dem Schulhof der Paul-Lechler-Schule
Für einen Monat werden praktische Ansätze gegen steigende Hitzebelastung erprobt – mit Unterstützung der Firma Helix und der Garten-AG
Ab Mittwoch, 9. September, steht auf dem Schulhof der Paul-Lechler-Schule in Böblingen für einen Monat das Mobile Grüne Zimmer®. Mit dem Projekt sollen dort praktische Lösungen für den Umgang mit zunehmender Hitzebelastung erprobt werden. Die Aktion ist Teil eines Schulprojekts und wird von der Firma Helix durch die Bereitstellung des Mobilen Grünen Zimmers® unterstützt.
Das Mobile Grüne Zimmer® besteht aus bepflanzten und schattenspendenden Elementen, die an einen sogenannten „vertical garden“ erinnern. Es soll einen grünen Rückzugsort zum Lernen und Ausruhen schaffen und zugleich in den Unterricht eingebunden werden.
Gerade auf stark versiegelten Schulhöfen werde Hitze von Kindern und Jugendlichen deutlich wahrgenommen, heißt es in der Mitteilung. Der Schulverbund aus Grundschule und SBBZ Lernen an der Paul-Lechler-Schule wolle deshalb an heißen Tagen einen zusätzlichen Schutzraum bieten.
Schulleiterin Nadine Rathmann erklärte dazu: „Als Schulverbund aus Grundschule und SBBZ Lernen erleben wir an heißen Tagen sehr deutlich, wie belastend hohe Temperaturen insbesondere für unsere Schülerinnen und Schüler sein können. Das Mobile Grüne Zimmer® ist eine große Bereicherung für unseren Schulalltag: Als Rückzugsraum und Treffpunkt aber auch als Lernort, mit dem wir Natur- und Umweltthemen im Unterricht noch erlebbarer machen können. Wir freuen uns, unsere Erstklässlerinnen und Erstklässler dieses Jahr mit diesem Highlight willkommen zu heißen“.
Die schuleigene Garten-AG unterstützt die Pflege des Mobilen Grünen Zimmers®. Bereits zuvor hatte die Schule auf Initiative der Schulleitung ein mobiles Sonnensegel installiert.
Auch die Stadt Böblingen verweist auf die zunehmende Hitzebelastung. Nach Angaben der städtischen Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit befinde sich die Paul-Lechler-Schule gemäß der stadtklimatischen Analyse in einem Gebiet mit erhöhter Hitzebelastung. Flächendeckende Entsiegelung und Baumpflanzungen seien dort nur eingeschränkt möglich.
Marie-Luise Zaiß, Leitung der städtischen Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit, sagte: „Extreme Hitze wird durch den Klimawandel wahrscheinlicher. Diese Auswirkungen spüren wir auch hier in Böblingen und arbeiten daher kontinuierlich daran, den Ursachen durch Klimaschutz und den Folgen durch Klimaanpassung entgegenzuwirken. Die Paul-Lechler-Schule befindet sich gemäß unserer stadtklimatischen Analyse in einem Gebiet mit erhöhter Hitzebelastung. Gleichzeitig sind flächendeckende Entsiegelung und Baumpflanzungen nur eingeschränkt möglich. Das Projekt soll wertvolle Erkenntnisse darüber liefern, welchen Beitrag mobile Begrünungs- und Verschattungslösungen als ergänzender Baustein zur Hitzevorsorge an Bildungsstandorten leisten können und wie sie angenommen werden. Ziel ist es, die gewonnenen Erfahrungen für weitere Maßnahmen an Schulen und Kindertageseinrichtungen in Böblingen nutzbar zu machen“.
Die Pressemitteilung verweist zudem auf den heißen Sommer 2026 in Baden-Württemberg. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sei dieser nach einer vorläufigen Auswertung der wärmste, der je gemessen wurde. Eine Studie des DWD zum Zusammenhang der Hitzewelle im Juni 2026 mit dem Klimawandel komme außerdem zu dem Ergebnis, dass die Intensität eines solchen Ereignisses ohne den Einfluss des Klimawandels statistisch nicht möglich gewesen wäre.
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