Vortrag zu Gerhardt von Reutern im Stadtmuseum Baden-Baden
Dr. Bernhard Lauer spricht am 1. Oktober um 19 Uhr – Eintritt frei; Auftakt einer Kabinettausstellung vom 2. Oktober 2026 bis 30. Januar 2027

Das Stadtmuseum und die Brüder Grimm-Gesellschaft e. V. laden am Donnerstag, 1. Oktober, um 19 Uhr zu einem Vortrag über den Künstler Gerhardt von Reutern in den Alten Ratssaal des Rathauses, Marktplatz 2, 76530 Baden-Baden, ein. Der Eintritt ist frei.
Unter dem Titel „Gerhardt von Reutern (1794–1865). Ein Künstlerleben zwischen Livland, Russland und Deutschland“ spricht Dr. Bernhard Lauer über Leben und Werk des Künstlers. Reutern wurde 1794 auf dem Gut Rösthof in Livland geboren und begann zunächst eine Laufbahn beim russischen Militär. Nachdem er in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 seinen rechten Arm verloren hatte, wandte er sich auf Anregung von Johann Wolfgang von Goethe der Malerei mit der linken Hand zu.
Über die Schwiegereltern seines Bruders Karl kam von Reutern nach Willingshausen in Hessen und begründete dort gemeinsam mit Ludwig Emil Grimm die Willingshäuser Malerkolonie. Durch seine Bekanntschaft mit dem russischen Dichter Vasilij Žukovskij wurde er zum Maler der Zarenfamilie mit fester Leibrente ernannt.
Der Künstler besuchte Baden-Baden mehrfach. Zwischen 1849 und 1852 hielt sich hier auch seine Tochter Elisabeth mit ihrer Familie auf; sie war mit Žukovskij verheiratet.
Dr. Bernhard Lauer, Geschäftsführer der Brüder Grimm-Gesellschaft in Kassel, hat sich intensiv mit dem Wirken von Reuterns befasst. Er hat eine Biografie über den Maler aus dem Jahr 1894 kritisch erläutert und mit einer ausführlichen Einführung versehen neu herausgegeben. Die Publikation ist in diesem Jahr unter dem Titel „Gerhardt von Reutern – Ein Lebensbild“ erschienen; die ISBN lautet 978-3-940614-54-4.
Der Vortrag ist zugleich der Auftakt zu einer von der Brüder Grimm-Gesellschaft konzipierten Kabinettausstellung über den Künstler im Stadtmuseum. Vom 2. Oktober 2026 bis 30. Januar 2027 kann dort das Schaffen von Reutern dank hochwertiger Reproduktionen entdeckt werden. Seine Originalbilder befinden sich zum großen Teil in russischen Sammlungen.
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