So unterschiedlich geben Haushalte ihr Geld aus

2023 geben einkommensschwache Haushalte über 60 % für Wohnen und Lebensmittel aus – finanzielle Belastungen variieren stark in deutschen Regionen.

Von Redaktion2 Min. Lesezeit

Das Statistische Bundesamt hat aktuelle Zahlen zur Ausgabenstruktur deutscher Haushalte im Jahr 2023 veröffentlicht. Die Auswertung zeigt: Je niedriger das Einkommen eines Haushalts, desto größer ist der Anteil des Konsumbudgets, der für grundlegende Bedürfnisse wie Lebensmittel und Wohnen aufgewendet werden muss.

Aufteilung der Ausgaben im Jahr 2023

Haushalte mit geringem Einkommen widmen über 60 % ihres Budgets für Konsumausgaben den Bereichen Wohnen und Lebensmittel. Laut den vorliegenden Daten müssen diese Haushalte monatlich rund 780 Euro allein für diese zwei Posten aufbringen. Im Vergleich dazu liegt der Anteil in Haushalten mit hohem Einkommen bei nur 47 %.

  • Haushalte mit niedrigem Einkommen: 64 % des Budgets für Lebensmittel und Wohnen
  • Haushalte mit hohem Einkommen: 47 % für diese Grundbedürfnisse
  • Durchschnittliche monatliche Konsumausgaben aller Haushalte 2023: ca. 3.030 Euro
  • Weitere Ausgabenbereiche: Information und Kommunikation

    Auch für den Bereich Information und Kommunikation investieren einkommensschwächere Haushalte anteilig mehr als wohlhabende Haushalte. Zu diesem Bereich zählen nicht nur Ausgaben für Festnetz, Mobilfunk und Internet, sondern auch für Geräte wie Smartphones, Tablets und Computer sowie für Streaming- und Rundfunkgebühren.

    Freizeit und Luxus steigen mit wachsendem Einkommen

    Mit steigendem Einkommen sinkt der Anteil der Ausgaben für Lebensmittel und Wohnen. Dafür erhöhen sich bei diesen Haushalten Ausgaben für Freizeit, Sport, Kultur sowie für Gastronomie und Beherbergungsdienstleistungen. Der finanzielle Spielraum für diese Lebensbereiche wächst also, je höher das Einkommen ist.

    Methodische Grundlagen der Studie

    Die Ergebnisse basieren auf der alle fünf Jahre durchgeführten Verbrauchsstichprobe, an der im Jahr 2023 rund 54.000 Haushalte teilnahmen. Seit 2021 wenden die Statistiker neue Klassifikationen und eine überarbeitete Erhebungsmethodik an. Damit ist eine noch genauere Ausgabenerfassung möglich, allerdings gestaltet sich die Vergleichbarkeit mit älteren Zahlen nur eingeschränkt.

    Ausblick und weiterführende Informationen

    Weitere Detailergebnisse, insbesondere zu Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren, sollen im zweiten Quartal 2026 veröffentlicht werden.

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