Kanarische Inseln dominieren Europas Tourismus 2023
Die Tourismusstatistik des Jahres 2023 zeigt eindrucksvoll, welche Regionen Europas bei Gästen aus dem In- und Ausland besonders beliebt waren. Während die Kanarischen Inseln mit einer überwältigenden Zahl an Übernachtungen herausragen, erweisen sich auch die südliche Ägäis und andere Mittelmeerziele als bedeutende Hotspots. Der Tourismus bleibt damit ein Schlüsselthema für zahlreiche europäische Regionen.
Die Kanaren: Europas Spitzenreiter bei den Übernachtungszahlen
Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes konnten die Kanarischen Inseln im Jahr 2023 rund 95,6 Millionen Übernachtungen verbuchen. Damit sind sie das meistbesuchte Reiseziel Europas in absoluten Zahlen. Im Tagesdurchschnitt hielten sich etwa 262.000 Gäste gleichzeitig auf den Inseln auf.
Tourismusintensität: Die südliche Ägäis und weitere Hotspots
Bemerkenswert ist aber auch die Tourismusintensität, also das Verhältnis der Übernachtungen zur Einwohnerzahl. Hier führt die südliche Ägäis mit durchschnittlich 117 Übernachtungen pro Einwohner im Jahr deutlich. Besonders die beliebten Inseln Santorin, Mykonos und Rhodos sind für diese hohe Quote verantwortlich.
Weitere Top-Regionen Europas
Auch andere Regionen Europas konnten 2023 hohe Übernachtungszahlen und eine starke Tourismusintensität vorweisen. Dazu gehören:
Oberbayern steht als deutscher Spitzenreiter mit 41,5 Millionen Übernachtungen auf Rang 14 in Europa.
Schwache Tourismusregionen im europäischen Vergleich
Im Gegensatz hierzu gibt es auch Regionen mit niedriger Tourismusintensität. Dazu zählen die polnische Wojewodschaft Masowien mit Warschau, Opole im Südwesten Polens sowie Teile Rumäniens wie Mutenia (ohne Bukarest) und Nordostrumänien. Dort beträgt die Quote teils nur etwa eine Übernachtung pro Einwohner im Jahr.
Bedeutung des Tourismus für die Wirtschaft
Der Tourismus ist für zahlreiche Länder ein wichtiger Wirtschaftszweig. Besonders in Griechenland hat das Gastgewerbe mit 7,1 % einen hohen Anteil an der Bruttowertschöpfung und liegt damit vorn. Auch Spanien (6,7 %) und Kroatien (6,4 %) sind stark vom Gastgewerbe abhängig. Deutschland hat im Vergleich mit 1,5 % den niedrigsten Anteil unter den untersuchten Ländern.
Was in den Zahlen steckt – Hinweise zur Methodik
Die Übernachtungsdaten umfassen sämtliche kommerziellen Beherbergungsbetriebe wie Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze, jedoch keine Privatunterkünfte oder Wohnheime. Die Auswertung erfolgt nach der NUTS-2-Systematik, welche mittelgroße Regionen mit 800.000 bis 3 Millionen Einwohnern umfasst. Einige Gebiete, darunter portugiesische Regionen und einzelne Überseegebiete Frankreichs sowie die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla, sind in den Zahlen nicht enthalten.
Die neuen Zahlen belegen, dass Tourismus für viele Regionen Europas weiterhin ein entscheidender Wirtschaftsfaktor ist – mit deutlichen Unterschieden in Intensität und wirtschaftlicher Bedeutung.
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