Habilitationen 2024: Leichter Rückgang in Deutschland

2024 sank die Zahl der Habilitationen in Deutschland leicht auf 1.564, Frauenanteil bleibt mit 36 % stabil – Trends in Alter und Internationalität prägen die Wissenschaft.

Von Redaktion2 Min. Lesezeit

Die Zahl der Habilitationen in Deutschland verzeichnet im Jahr 2024 einen leichten Rückgang. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes schlossen insgesamt 1.564 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Habilitation an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen erfolgreich ab. Dies bedeutet einen Rückgang von 1,8 % gegenüber dem Vorjahr.

Frauenanteil bei Habilitationen stabil

Der Anteil der Frauen an den Habilitationen blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant und lag bei 36 % (2023: 37 %). Noch vor zehn Jahren betrug der Frauenanteil lediglich 28 %. Diese Entwicklung zeigt eine langfristige Steigerung der Geschlechterdiversität auf den höchsten wissenschaftlichen Qualifikationsstufen.

  • In der Fachgruppe Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften erreichten Frauen mit 58 % einen besonders hohen Anteil an den Habilitationen.
  • In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften lag der Frauenanteil bei etwa 40 %.
  • In den MINT-Fächern (Mathematik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften) blieb der Frauenanteil mit 25 % deutlich unter dem Durchschnitt.
  • Absolut betrachtet schlossen im Bereich Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften 334 Frauen und 574 Männer erfolgreich ab.

    Weitere Trends: Alter und Internationalität

    Das durchschnittliche Alter der Habilitierten lag 2024 bei 42 Jahren. Einen leichten Anstieg gab es unter ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern: 178 Personen aus dem Ausland schlossen erfolgreich ihre Habilitation ab, was einem Anteil von 11 % entspricht (2014: 9 %).

    Detaillierte Daten verfügbar

    Die vollständigen Ergebnisse sind im Bericht „Statistik der Hochschulen 2024“ veröffentlicht. Für weiterführende Analysen stehen ausgedehnte Zeitreihen und Tabellen in der Datenbank GENESIS-Online zur Verfügung.

    Ein Hinweis für Nutzende der GENESIS-Online-Datenbank: Ab dem 15. Juli 2025 gelten neue technische Rahmenbedingungen. Statt der bisherigen GET- und SOAP/XML-Methoden kommen künftig RESTful/JSON-Methoden zum Einsatz.

    Wer POST-Anfragen an die Datenbank stellt, sollte die eigenen Prozesse entsprechend anpassen. Ausführliche technische Dokumentationen stehen auf der Infoseite zur Webservice-Schnittstelle bereit.

    Die aktuellen Zahlen liefern wichtige Impulse für die laufende Debatte um Gleichstellung und Internationalisierung im deutschen Wissenschaftssystem. Der vollständige Bericht gibt einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der höchsten akademischen Qualifikation in Deutschland.

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