Gründungsversammlung des Vereins „Soziale Landwirtschaft Baden-Württemberg e.V.“ in Emmendingen

Am 3. Oktober ab 18 Uhr auf dem Schulbauernhof Domäne Hochburg: Verein setzt auf Unterstützung kleiner Höfe sowie Bildungs-, Betreuungs- und Beratungsangebote

In Emmendingen soll am Samstag, 3. Oktober, die Gründungsversammlung des Vereins „Soziale Landwirtschaft Baden-Württemberg e.V.“ stattfinden. Beginn ist um 18 Uhr auf dem Schulbauernhof Domäne Hochburg, Hochburg 4, 79312 Emmendingen.

Der geplante gemeinnützige Verein will nach eigenen Angaben die Soziale Landwirtschaft in Baden-Württemberg intensivieren und landwirtschaftliche Betriebe bei der Umsetzung entsprechender Angebote unterstützen. Ziel sei es, insbesondere kleinbäuerlichen Betrieben durch einen neuen Betriebszweig eine zusätzliche Perspektive zu eröffnen und so die wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung der Höfe zu fördern.

Nach Angaben der Initiatoren soll die Soziale Landwirtschaft zugleich den sozialen Zusammenhalt im ländlichen Raum stärken sowie Kulturlandschaft, regionale Lebensmittelversorgung, Artenvielfalt und Klimaschutz fördern.

Mögliche Angebote auf Höfen

Als Beispiele für Angebote im Bereich der Sozialen Landwirtschaft werden in der Mitteilung genannt: Angebote für Senioren, etwa vom Nachmittagskaffee mit Stallbesichtigung bis zum Seniorenheim auf dem Bauernhof mit Wohnraum und Pflege; Angebote für Menschen mit Betreuungsbedarf, von niedrigschwelligen Freizeitangeboten über tiergestützte Therapie bis zum betreuten Wohnen und Arbeiten; Bildungsangebote auf dem Bauernhof für Schulklassen, Kinder und Erwachsene; sowie Angebote für Menschen im näheren Umfeld, damit der Bauernhof zum Zentrum dörflichen Miteinanders werden kann.

Ziele des Vereins

Viele Höfe hätten ihre Türen bereits für soziale Projekte geöffnet, heißt es in der Pressemitteilung. Es fehle aus Sicht der Initiatoren vor allem an Sichtbarmachung der Angebote und ihres Werts, an Vernetzung und Erfahrungsaustausch mit anderen Betrieben sowie an Begleitung und Unterstützung der Hoffamilien bei der Umsetzung solcher Projekte.

Als gemeinnütziger Verein will die Initiative dafür eine Infrastruktur schaffen. Nach der Gründung sind eine Webseite mit der Darstellung bereits vorhandener Projekte auf Höfen, regelmäßige Netzwerktreffen online und vor Ort, Workshops, Schulungen, Veranstaltungen sowie die Vernetzung mit betroffenen Stellen und Institutionen vorgesehen. Außerdem sollen Beraterstellen geschaffen werden, die Betriebe bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützen und die Finanzierungsmöglichkeiten strukturieren.

Zur Gründungsversammlung eingeladen

Zur Gründungsversammlung eingeladen sind Landwirte und Landwirtinnen, die sich für Projekte im Bereich der Sozialen Landwirtschaft interessieren oder solche bereits umsetzen, Fördermitglieder sowie alle Menschen, die sich für das Thema interessieren und sich einbringen möchten.

Als bereits Mitwirkende werden in der Mitteilung genannt: Steffen Brupbach vom Brupbachhof Teningen, Lea Baier vom Reuthof Waldkirch-Kollnau, Nicole Schächtele vom Basisishof Münstertal, Rebecca Kelly und Nico Fröhlich von der Pointer-Ranch Dischingen sowie Ursula Querfurth aus Waldkirch.

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