„Älles parat“: Bevölkerungsschutzkampagne im Rems-Murr-Kreis
Gemeinsamer Auftakt mit den 31 Städten und Gemeinden zum bundesweiten Warntag am 10. September um 11 Uhr
Der Rems-Murr-Kreis startet gemeinsam mit allen 31 Städten und Gemeinden eine Bevölkerungsschutzkampagne unter dem Motto „Älles parat“. Die Aktion soll Bürgerinnen und Bürger dazu anregen, sich frühzeitig auf Krisen und Notlagen vorzubereiten und einfache Vorkehrungen für den Ernstfall zu treffen.
Der Auftakt der Kampagne erfolgt passend zum bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September, um 11 Uhr. Der Kreis will die Inhalte damit öffentlich sichtbar machen und die Menschen im Landkreis für mögliche Risiken sensibilisieren. Genannt werden in der Pressemitteilung unter anderem Hochwasser, Starkregen, Unwetter, Brände, Hitzeperioden und ein länger andauernder Stromausfall.
Eigenvorsorge als Teil des Bevölkerungsschutzes
Nach Angaben des Landratsamts lebt wirksamer Bevölkerungsschutz nicht nur vom Einsatz der Behörden und Hilfsorganisationen, sondern auch von der Eigenvorsorge der Bevölkerung. Wer vorbereitet sei, bleibe im Notfall handlungsfähig und könne im Ernstfall nicht nur sich selbst schützen, sondern auch anderen helfen.
Landrat Dr. Richard Sigel betont in der Mitteilung, niemand könne den Ernstfall vorhersehen. Jede und jeder könne sich jedoch mit überschaubarem Aufwand vorbereiten. Genannt werden als Beispiele der Empfang von Warnmeldungen über die Nina-Warn-App, ein kleiner Vorrat, ein Notfallrucksack sowie das Wissen, wo Hilfe und verlässliche Informationen zu finden sind.
Informationen für Bürgerinnen und Bürger
Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Website „Startseite | sei bereit - Rems-Murr-Kreis“. Dort finden Bürgerinnen und Bürger einen kompakten Überblick mit Informationen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu Warnmöglichkeiten, Notvorräten und richtigem Verhalten in Krisensituationen. Außerdem verweist die Seite auf den Katastrophenschutz-Film, den der Kreis und die Blaulichtorganisationen gemeinsam als Angebot zum Aktionstag Katastrophenschutz in Schulen realisiert haben.
Die Website bündelt nach Angaben der Mitteilung außerdem die Informationen aller 31 Städte und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis. Damit sollen sich Bürgerinnen und Bürger schnell über Hilfsangebote, Anlaufstellen und örtliche Informationen informieren können.
Zusammenarbeit mit Blaulichtorganisationen
Die Kampagne wirbt auch für das Ehrenamt. Genannt werden Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, Rettungsdienste und weitere Blaulichtorganisationen, die für die Sicherheit der Menschen im Landkreis unverzichtbare Arbeit leisten.
Kreisbrandmeister Pascal Dölle weist darauf hin, dass Bevölkerungsschutz vom Miteinander und vom ehrenamtlichen Einsatz lebe. Er nennt als mögliche Aufgaben unter anderem Feuerwehr, Sanitätsdienst, Wasserrettung, Betreuung und Technik. Vorkenntnisse seien nicht immer erforderlich, wichtig seien Interesse, Teamgeist und die Bereitschaft, anderen zu helfen.
Auftakt mit Plakaten, Online-Beiträgen und Bannern
Zum Start der Kampagne werden auffällige Plakate in den Farben Blau und Orange eingesetzt. Die Motive zeigen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie die Rathauschefinnen und -chefs aus dem Rems-Murr-Kreis. Sie sind mit Requisiten wie einem Handy mit Warnapp, einer Taschenlampe oder einem Wasserkanister dargestellt.
Ergänzt werden die Plakate durch Beiträge in den sozialen Medien, Brückenbanner sowie ein Fassadenbanner am Sitzungssaal des Landkreises am Alten Postplatz 10 in Waiblingen. Der modernisierte Sitzungssaal dient der Kreisverwaltung in Krisensituationen als Stabsraum.
Hinweis auf interkommunalen Austausch
Landrat Dr. Richard Sigel verweist außerdem auf die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Nordfriesland. Die Kampagne zeige, wie ein wichtiges Thema mit überschaubaren finanziellen Mitteln wirksam in die Öffentlichkeit getragen werden könne. Der offene Austausch und die dortigen Erfahrungswerte hätten als Inspiration gedient.
Nach Darstellung des Landrats profitierten am Ende vor allem die Menschen vor Ort, wenn Landkreise voneinander lernen, Erfahrungen teilen und bewährte Ansätze gemeinsam weiterentwickeln.
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