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Betreff: Medien-Info: Gute Gewinne, aber immer noch kein Angebot für die Beschäftigten: ver.di ruft bundesweit zu Warnstreiks bei privaten Banken auf
Bundesweite Warnstreiks bei privaten Banken ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
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Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bundesverwaltung/Pressestelle
Gute Gewinne, aber immer noch kein Angebot für die Beschäftigten: ver.di ruft
bundesweit zu Warnstreiks bei privaten Banken auf
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten der
privaten Banken in der kommenden Woche zu ersten bundesweiten Warnstreiks auf.
Die Arbeitsniederlegungen werden sich über das gesamte Bundesgebiet erstrecken.
Damit erhöht die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber vor der zweiten
Verhandlungsrunde am 2. November 2026 in Frankfurt am Main. Zum
Verhandlungsauftakt am 8. Oktober hatte der Arbeitgeberverband des privaten
Bankgewerbes (AGV Banken) kein Angebot vorgelegt und zentrale Anliegen der
Beschäftigten zurückgewiesen.
„Bei den Gewinnen wird geliefert, beim Gehalt bleiben die Banken ihren
Beschäftigten ein Angebot schuldig“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Jan
Duscheck am Freitag. „Wer aber täglich zum Erfolg der Branche beiträgt, erwartet
zu Recht eine faire Beteiligung. Mit den bundesweiten Warnstreiks machen wir
deutlich: Die Arbeitgeber müssen sich bewegen. Am 2. November brauchen wir ein
verhandlungsfähiges Angebot.“
ver.di fordert für die rund 150.000 Beschäftigten der privaten Banken sechs
Prozent mehr Gehalt sowie monatlich 300 Euro mehr für Nachwuchskräfte, bei einer
Laufzeit von zwölf Monaten. Die Gehaltssteigerungen sollen auch auf
übertariflich und außertariflich bezahlte Beschäftigte übertragen werden.
Angesichts der guten wirtschaftlichen Lage der Branche und der Belastung durch
gestiegene Lebenshaltungskosten erwartet die Gewerkschaft nun konstruktive
Verhandlungen: „Unser Ziel ist ein guter Tarifabschluss. Die Arbeitgeber haben
es in der Hand, mit einem ernsthaften Angebot den Weg dafür freizumachen“,
erklärte Duscheck.
Neben den Entgeltforderungen stehen sichere Perspektiven im technologischen
Wandel im Mittelpunkt. ver.di verlangt verbindliche Regelungen zu
Beschäftigungsschutz, Personalplanung und Qualifizierung beim Einsatz von
Künstlicher Intelligenz (KI) und bei betrieblichen Transformationsprozessen. Die
Arbeitgeber hatten es in der ersten Runde abgelehnt, diese Fragen tariflich zu
regeln. „Wer in neue Technik investiert, muss auch in die Menschen investieren,
die damit arbeiten. Die Beschäftigten brauchen Sicherheit, Qualifizierung und
eine Perspektive für ihre berufliche Zukunft. Dafür müssen die Banken
Verantwortung übernehmen – auch am Tariftisch“, sagte Duscheck.
Weitere Anliegen sind die unbefristete Übernahme von Nachwuchskräften in
Vollzeit sowie mehr Selbstbestimmung über die Arbeitszeit durch die freiwillige
Umwandlung von Gehaltsbestandteilen in bis zu 20 zusätzliche freie Tage pro
Jahr.
Hinweis für die Redaktionen:
Informationen zu regionalen Warnstreikterminen und Kundgebungen werden gesondert
über die ver.di-Pressestellen der Landesbezirke bekannt gegeben.
V.i.S.d.P.
Jan Thomsen
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011, -1012
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