AQUAtoll in Neckarsulm: Pläne konkretisiert und Kaufvertrag zur Gemeinderatsentscheidung
Stadtverwaltung und Investor klären offene Fragen; Hotelangebot und Neuausrichtung des Erlebnisbads statt Automuseum

Die Pläne für die Zukunft des AQUAtolls in Neckarsulm sind nach Angaben der Stadtverwaltung und des Investors in den vergangenen Monaten weiter konkretisiert worden. Beide Seiten haben offene Fragen geklärt und die Grundlagen für die nächsten Schritte erarbeitet. Nach aktuellem Stand gehen sie von einer Einigung bis Ende Oktober 2026 aus und hoffen auf einen einvernehmlichen Projektstart in diesem Jahr.
Konzept weiterentwickelt
Der Investor hat sein Konzept in wesentlichen Punkten verändert. Das ursprünglich vorgesehene Automuseum soll nicht realisiert werden. Stattdessen soll das geplante Hotel deutlich größer ausfallen und über einen großen Veranstaltungsraum verfügen. Das Notariat des Investors hat bereits einen Entwurf für einen Kaufvertrag vorgelegt.
Im Mittelpunkt des Vorhabens steht unverändert die Wiederbelebung des AQUAtolls. Struktur und Aufbau des Erlebnisbads sollen nach den aktuellen Planungen im Wesentlichen erhalten bleiben. Vorgesehen sind vor allem eine qualitative Aufwertung sowie die technische Sanierung des Gebäudes und seiner Anlagen.
Oberbürgermeister Steffen Hertwig betonte, entscheidend sei für die Stadt, dass die Perspektive für das AQUAtoll weiter konkretisiert werde. Nach der Schließung des Erlebnisbads sei es das Ziel, eine langfristig tragfähige Lösung für den Standort zu erreichen. Auch die Investorengesellschaft PL-Immoinvest GmbH, vertreten durch Piyer Lahdo, erklärte, man habe die Planungen professionell weiterentwickelt und wolle das Projekt zügig realisieren. Der notarielle Kaufvertragsentwurf sei erarbeitet.
Automuseum entfällt
Eine wesentliche Änderung betrifft das ursprünglich geplante Automuseum. Der Investor nimmt von diesem Projektbaustein Abstand. Das Museumskonzept setzte auf Synergieeffekte und Kooperationen mit der Automobilregion. Nach Angaben der Mitteilung führten nicht vorhersehbare Entwicklungen in diesem Bereich letztlich zu der Entscheidung, auf den Museumsbau zu verzichten.
Das Museum war Teil des im Februar vorgestellten Gesamtkonzepts. Vorgesehen war damals ein Neubau westlich des Sportbads. Stadt und Investor hatten von Beginn an vereinbart, die einzelnen Bestandteile des Projekts im weiteren Verfahren technisch, wirtschaftlich und rechtlich zu konkretisieren.
Hotel soll größer werden
Weiterverfolgt wird dagegen der Bau eines Hotels auf dem Areal. Dieses soll nach den aktuellen Überlegungen größer werden als ursprünglich geplant und rund 90 Doppelzimmer umfassen. Im Februar war noch ein kleineres Hotel mit etwa 45 Zimmern vorgesehen. Die Planung wurde über den Sommer weiterentwickelt und konkretisiert.
Für die Stadt bleibt entscheidend, dass das Gesamtvorhaben ohne eigenes wirtschaftliches Risiko realisiert werden soll. Nach dem bisherigen Konzept trägt der private Investor die Investitions- und Folgekosten des von ihm übernommenen Projekts. Das bestehende Sportbad bleibt in städtischem Eigentum und Betrieb.
Gemeinderat entscheidet am 22. Oktober
Parallel zu den Planungen wurden von Seiten des Investors und der Stadtverwaltung in den vergangenen Monaten weitere offene Fragen für die vertragliche Umsetzung bearbeitet. Ein notarieller Kaufvertrag liegt im Entwurf vor. Über diesen soll der Neckarsulmer Gemeinderat in seiner Sitzung am 22. Oktober entscheiden.
Mit dem Investor hatte die Stadt bereits Anfang des Jahres einen Letter of Intent abgeschlossen. Darin verständigten sich beide Seiten auf die wesentlichen Eckpunkte für eine mögliche Übernahme und Reaktivierung des seit 2022 geschlossenen Erlebnisbads. Der Letter of Intent bildete die Grundlage für die nun weiter konkretisierten Planungen und Vertragsverhandlungen.
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