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Mehr Unternehmensschließungen in Deutschland 2025: Branchen und Bonität rücken in den Fokus

Von Herold Marken3 Min. Lesezeit
Mehr Unternehmensschließungen in Deutschland 2025: Branchen und Bonität rücken in den Fokus

Foto: creditreform.de

Foto: creditreform.de

Deutschland verlor im vergangenen Jahr viele Unternehmen.

Das war so viel wie seit fast 20 Jahren.

Creditreform und das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, kurz ZEW, untersuchten die Zahlen.

Die Untersuchung stammt aus Mannheim.

Im Jahr 2025 schlossen bundesweit rund 188.000 Unternehmen.

Das entspricht einem Anstieg um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Untersuchung nennt auch eine veränderte Berechnungsmethodik.

Bei im Handelsregister eingetragenen Unternehmen gilt nun ein früheres Datum.

Dieses Datum gilt als Schließungsdatum.

Creditreform stellt dieses Datum fest.

Creditreform stellt es fest, wenn die Geschäftseinstellung früher bekannt ist.

Vorher galt ein anderes Datum als Schließungsdatum.

Vorher galt das spätere Datum der Handelsregisterlöschung als Schließungsdatum.

Die Untersuchung revidierte dadurch die Zeitreihe rückwirkend.

Creditreform und ZEW schätzen, dass nicht nur finanziell angeschlagene Betriebe schließen.

Creditreform-Pressesprecher Patrik-Ludwig Hantzsch sagte das.

Er verweist darauf, dass auch Unternehmen mit guter oder mittlerer Bonität schließen müssten.

Die Untersuchung nennt Finanzierungsprobleme als eine Ursache.

Die Untersuchung nennt auch technologischen Wandel als Ursache.

Die Untersuchung nennt wachsenden Wettbewerbsdruck als Ursache.

Die Untersuchung nennt Arbeitskräftemangel als Ursache.

Außerdem nennt die Untersuchung die demografische Entwicklung.

ZEW sagt, fast ein Drittel aller freiwilligen Schließungen geht auf Altersgründe zurück.

Inhaber gehen in den Ruhestand, ohne Nachfolge zu finden.

Die Mehrzahl der Geschäftsaufgaben erfolgt ohne Insolvenzverfahren.

Rund 87 Prozent der Schließungen wurden 2025 ohne Insolvenzverfahren erfasst.

Etwa 13 Prozent gingen auf ein Insolvenzverfahren zurück.

Schließungen in mehreren Branchen

Im Verarbeitenden Gewerbe stellten gut 11.000 Industrieunternehmen ihren Betrieb ein.

Das entspricht einem Plus von zehn Prozent.

Im Baugewerbe schlossen rund 24.000 Unternehmen.

Das sind zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Gastgewerbe gaben gut 15.000 Gaststätten und Beherbergungsunternehmen auf.

Das entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent.

Die Untersuchung nennt Zurückhaltung der Verbraucher als Belastungsfaktor.

Die Untersuchung nennt starke Konkurrenz von Lieferdiensten als Belastungsfaktor.

Die Untersuchung nennt Arbeitskräftemangel als Belastungsfaktor.

Im Handel stieg die Zahl der Schließungen wieder an.

Der Anstieg im Handel lag bei acht Prozent.

Gesundheitswesen: erneuter Anstieg

Im Gesundheitswesen setzte sich die Negativentwicklung seit rund zehn Jahren fort.

Insgesamt lagen die Marktaustritte 2025 bei rund 11.000.

Die Zahl der Schließungen 2025 lag um zwölf Prozent über dem Vorjahr.

Die Zahl lag etwa doppelt so hoch wie im Jahr 2008.

Besonders häufig schlossen Arztpraxen.

Bundesweit schlossen knapp 5.500 Praxen.

Das entspricht einem Plus von 23 Prozent gegenüber 2024.

Gesundheitsdienste in ländlichen Regionen waren ebenfalls überdurchschnittlich betroffen.

Hantzsch betont die Lage der Branche.

Er sagt, die steigenden Schließungszahlen erzeugten Druck auf die Versorgung.

Regionale Unterschiede

In Bremen waren Schließungen besonders stark.

In Bremen verschwanden 7,8 Prozent aller Unternehmen vom Markt.

Bezugsjahr sind Unternehmen, die 2024 noch bestanden.

ZEW nennt außerdem hohe Schließungsraten für Sachsen-Anhalt.

ZEW nennt außerdem hohe Schließungsraten für Sachsen.

ZEW nennt außerdem hohe Schließungsraten für Schleswig-Holstein.

ZEW nennt außerdem hohe Schließungsraten für Thüringen.

Unterdurchschnittlich fielen die Schließungsraten in Baden-Württemberg aus.

In Baden-Württemberg lag die Schließungsrate bei 5,3 Prozent.

Auch in Hamburg lag die Schließungsrate bei 5,3 Prozent.

Bremen und Schleswig-Holstein meldeten jeweils einen Plus von 21 Prozent.

Rheinland-Pfalz meldete zudem einen Anstieg von plus 16 Prozent.

Weitere Einordnung aus der Untersuchung

Die Unterlagen verweisen auf den Unternehmensbestand im Jahr 2024.

Der Unternehmensbestand schrumpfte um 0,3 Prozent auf 3.261.000 Unternehmen.

Das Mannheimer Unternehmenspanel erfasste 2024 rund 190.000 geschlossene Unternehmen.

Für 2025 beschreibt die Untersuchung erneut einen Anstieg um zehn Prozent.

In energieintensiven Bereichen sank die Zahl der Schließungen 2025 um 0,2 Prozent.

In energieintensiven Bereichen lag die Zahl 2025 bei rund 860 Unternehmen.

Forschungsintensive Branchen verzeichneten höhere Zuwächse.

Spezielle Industriebranchen meldeten rund 1.500 Schließungen.

Technologieintensive Dienstleister meldeten rund 12.000 Schließungen.

Im Fahrzeugbau schlossen rund 360 Unternehmen.

Das waren 57 Prozent mehr als im Vorjahr.

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