Bad Waldsee rezertifiziert als Fairtrade-Stadt

Urkunde überreicht am 6. August im Museum im Kornhaus – Engagement der Fairtrade-Steuerungsgruppe im Fokus

Bad Waldsee rezertifiziert als Fairtrade-Stadt
Bad Waldsee rezertifiziert als Fairtrade-StadtFoto: bad-waldsee.deBild 1 von 2

Bad Waldsee ist erneut als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet worden. Die Große Kreisstadt trägt den Titel seit 2014 und wurde nun rezertifiziert. Die entsprechende Urkunde überreichte Bürgermeisterin Monika Ludy am 6. August im Rahmen eines Prosecco-Abends im Museum im Kornhaus an die Fairtrade-Steuerungsgruppe.

Ludy betonte, die Rezertifizierung sei weit mehr als eine Urkunde. Sie zeige, dass Fairtrade in Bad Waldsee angekommen sei und von vielen Menschen mitgetragen werde. Zugleich sei die erneute Auszeichnung keine Selbstverständlichkeit, da hinter ihr viele Menschen stünden, die sich seit Jahren mit Zeit, Ideen und Überzeugung für den Fairen Handel einsetzen.

Auch Oberbürgermeister Matthias Henne konnte an dem Abend nicht teilnehmen, ließ seinen herzlichen Dank aber an die Fairtrade-Steuerungsgruppe und alle Engagierten übermitteln. Sein besonderer Dank galt den vielen Menschen, die sich seit Jahren mit Herzblut für den Fairen Handel in Bad Waldsee einsetzen und dazu beitragen, dass der Gedanke der Fairness in der Stadt sichtbar und lebendig bleibt.

Vielfältiges Engagement in der Stadt

Wie breit das Engagement in Bad Waldsee aufgestellt ist, wurde bei einer Gesprächsrunde deutlich. Miriam Weiss stellte die Mitglieder der Fairtrade-Steuerungsgruppe vor und sprach mit ihnen über ihre persönlichen Wege zum Fairen Handel, ihre Motivation und darüber, welche Bedeutung Fairtrade für sie im Alltag hat.

Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichen Bereichen, darunter Schulen und Kirchen, Landwirtschaft und Ortschaften, der Weltladen, die Stadtverwaltung und die Kommunalpolitik. Miriam Weiss sagte dazu, gemeinsam bilde dies die Fairtrade-Steuerungsgruppe und zeige, wie vielfältig Fairtrade in Bad Waldsee gelebt werde.

Bewusste Kaufentscheidungen im Alltag

Für Bürgermeisterin Ludy bedeutet Fairtrade vor allem, Verantwortung für die Menschen zu übernehmen, die oft am Anfang der Lieferkette stehen und deren Arbeit den Alltag vieler Menschen erst möglich macht. Faire Arbeits- und Lebensbedingungen können dazu beitragen, dass Produzentinnen und Produzenten und ihre Familien bessere Zukunftsperspektiven erhalten.

Nach Angaben der Stadt muss dafür niemand seinen gesamten Alltag umstellen. Schon beim nächsten Einkauf könne ein bewusster Blick auf die Herkunft eines Produkts genügen. Genannt wurden dabei fairer Kaffee, Schokolade, Bananen oder andere Produkte, für die man sich für eine fair gehandelte Alternative entscheidet. Ludy sagte, Nachhaltigkeit beginne nicht irgendwo, sondern bei den Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen. Gerade als Reha- und Gesundheitsstadt passe der Gedanke des Fairen Handels deshalb besonders gut zu Bad Waldsee.

Dank an Unterstützerinnen und Unterstützer

Bei der Feier ging ein herzlicher Dank an alle, die den Fairen Handel in Bad Waldsee unterstützen. Genannt wurden die Fairtrade-Steuerungsgruppe, der Weltladen, Einzelhandel und Gastronomie, Schulen, Kirchengemeinden, Vereine sowie die Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren und bewusst fair gehandelte Produkte kaufen.

Die erneute Rezertifizierung ist damit Anerkennung für das bisher Erreichte und zugleich Ansporn, den Gedanken des Fairen Handels weiterzutragen. Die Stadt versteht die Auszeichnung auch als Einladung, beim nächsten Einkauf genauer hinzuschauen und mit der eigenen Entscheidung ein Stück Fairness zu unterstützen.

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