Bad Waldsee: Mähroboter in der Nacht vermeiden
Die Stadt bittet Bürgerinnen und Bürger, Rasenroboter vor allem tagsüber einzusetzen, um Igel und andere Wildtiere zu schützen.

Die Stadt Bad Waldsee ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, private Mähroboter möglichst nicht in den Abend- und Nachtstunden einzusetzen. Anlass sind aktuelle Erkenntnisse zum Schutz von Igeln und anderen Wildtieren.
Gefahr für Igel und andere Kleintiere
Nach Angaben der Stadt sind viele Tiere vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs. Besonders Igel seien gefährdet, weil sie bei Gefahr nicht fliehen, sondern sich zusammenrollen. Dieses natürliche Verhalten könne ihnen zum Verhängnis werden.
Untersuchungen hätten gezeigt, dass selbst moderne Mähroboter mit beworbener Tier- oder Igelerkennung Verletzungen verursachen können. Gefährdet seien außerdem Amphibien, Reptilien und andere Kleintiere.
Empfehlung der Stadt
Die Stadt empfiehlt daher, Mähroboter möglichst ausschließlich tagsüber zu betreiben. Auf diese Weise könnten Wildtiere ihren nächtlichen Lebensraum ungestört nutzen.
Ausnahme bei Sportanlagen und Freibad
Wie die Stadt weiter mitteilt, werden die auf den Sportanlagen und im Freibad eingesetzten Mähroboter weiterhin teilweise nachts im Einsatz sein. Begründet wird dies mit der intensiven Nutzung dieser Flächen durch Schulen, Sportvereine und Badegäste.
Bei den dort verwendeten Geräten handelt es sich nach Angaben der Stadt um professionelle Gewerberoboter mit hochwertiger Sensorik und moderner Nachterkennung. Diese Technik reduziere das Risiko für Wildtiere deutlich.
Appell an die Bürgerschaft
Mit dem Appell zum bewussten Umgang mit Mährobotern möchte die Stadt Bad Waldsee gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern einen Beitrag zum Schutz der heimischen Tierwelt leisten. Statt auf Verbote setzt sie dabei auf Einsicht, Rücksicht und die Mithilfe der Bürgerschaft.
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